Magdeburger Dom ohne Ultraweitwinkel

Weniger ist oft mehr.

Dieser Satz ist, wie in einem älteren Beitrag beschrieben, auch auf den fotografischen Bereich übertragbar. Statt mit einer Vielzahl von Festbrennweiten unterwegs zu sein, gelten 35mm Kleinbildbrennweite oft als „kleinster gemeinsamer Nenner“ bzw. „Allzweckwaffe“.

Mit genügend Auflösung-Reserve kann ein Ausschnitt bei fehlendem Teleobjektiv einfach ausgeschnitten und somit vergrößert werden. Beim Thema Ultraweitwinkel sieht es da leider etwas anders aus. Während man beim „Simulieren“ größerer Brennweiten auf einen Bildausschnitt zurückgreift, kann man an ein zu kleines Bild nichts „dazumalen“.

Kann man nicht?

Doch – kann man wohl!

Man muss einfach nur mehrere Aufnahmen machen und in einem geeigneten Programm zusammenfügen. Lightroom und Co. leisten hier gute Dienste.

So sieht ein einzelner (zu kleiner) Ausschnitt bei einer Hochkant-Aufnahme mit meiner Kamera aus (24mm APS-C entsprechen 36mm Kleinbild):

Mit genügend Überlappung zum Zusammenrechnen ergeben sich sich aus drei Aufnahmen ein „34.5-MP-Panorama“. Wichtig für die Einzelaufnahmen, wenn man nicht zur kamerainternen Panoramafunktion zurückgreift, ist das „Einfrieren“ der Belichtungs-und Blenden-Werte. Während viele Kameras dies mit der AEL-Taste ermöglichen, musste ich an der Leica Belichtungszeit und Blende manuell einstellen. Wichtig ist, dass sich die Helligkeit der Bilder nicht zueinander verändert.

Ich finde, das (noch etwas nachbearbeitete) Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen.

Aufgenommen mit:

Über Mario Heide

Mario Heide ist Bankkaufmann und Hobbyfotograf. Neben Datenbanksystemen und Softwareprogrammierung beschäftigt er sich in seiner Freizeit mit dem vielseitigen Thema Fotografie.

Zeige alle Beiträge von Mario Heide →