Leipziger Passagen - einmal fast leer

Bei Leipziger Passagen denkt man schnell an Jürgen Schneiders Millionenpleite.

Heute bilden die stilvoll wiederhergestellten Passagen einen schönen Kontrast zu den oft unschönen Neubauten.

An einem Sonntag waren nur wenige Menschen in diesen Gassen und Hinterhöfen unterwegs. Zeit für den "Tunnelblick":

Leipzig Passage Specks Hof Fujifilm X10

Traurig; aber manchmal das Schönste an Neubauten - die sich spiegelnde Altstadt:
Kontrast Alt-und Neustadt Leipzig Mc Donalds Fujifilm X10

Leipzig Passage Fujifilm X10

Leipziger Passagen Fujifilm X10

Bilder aus meiner Fujifilm X10:

Baumwipfelpfad Bad Harzburg

Da der Berg bekanntlich nicht zum Propheten kommt, machten wir uns vor einigen Tagen auf den Weg in den nahe gelegenen Harz.

Der Baumwipfelpfad in Bad Harzburg versprach mit etwas Glück Schnee. Leider hielt sich die weiße Pracht in Grenzen. Der kostenpflichtige Baumwipfelpfad ist aber trotzdem sehr interessant. Neben der Aussicht machen spielerische Informationstafeln und Balance-Spiele in bis zu 26 Metern Höhe den Ausflug auch für Kinder zum Erlebnis.

Baumwipfelpfad Bad Harzburg Fujifilm X10

Baumwipfelpfad Bad Harzburg Fujifilm X10

Das Fotojahr 2019 und eine Fujifilm X10 als Kamera des Jahres

Das Jahr 2019 ist fast um. Bevor ein neuer Zeitabschnitt beginnt, möchte ich das zurückliegende fotografische Kalenderjahr kurz zusammenfassen.

Die Linsen-Suppe hat mir auch 2019 viel Spaß bereitet. Ich hoffe, dass auch Ihr hier nützliche und kurzweilige Informationen gefunden habt. Im Idealfall hat es Euch bei Eurem Hobby unterstützt und motiviert.

Für mich selbst ist die Linsen-Suppe auch ein fotografisches Tage- oder Logbuch. Soziale Netzwerke kommen und gehen. Einige davon benutzte ich. In diesem Jahr habe ich mich aber stärker in der echten Welt mit anderen Fotografen vernetzt. Mit Gründung eines neuen regionalen Fotoclubs erfahre ich zusätzliche Motivation. Ein weiteres Projekt wird von mir unterstützt und erscheint in den nächsten Wochen ... für mich alles Entwicklungen in eine interessante und aufregende Richtung.

Die Wahl zu meiner "Kamera des Jahres" ist wie in den Vorjahren keinem Marketing oder Werbevertrag geschuldet. Die eher pragmatische Entscheidung richtet sich nach den auf der Linsen-Suppe veröffentlichten Bildern und einer gehörigen Portion Bauchgefühl.

Auch in diesem Jahr fanden wieder viele Bilder aus der Sigma DP1S den Weg in verschiedene Blog-Artikel. Dies liegt nicht unbedingt an deren Bildqualität. Am Alter der Kamera gemessen mag diese durchaus noch beeindruckend sein. Aber natürlich besitze ich auch technisch bessere Kameras. Diese müssen aber nicht zwangsläufig einen höherern Stellenwert für mich einnehmen.

Die Sigma ist nach wie vor, von meinem Smartphone einmal abgesehen, meine kleinste Kamera. Diese kann ich ohne Probleme in Jacken-oder Manteltasche mit mir herumtragen. Wirtschaftlich betrachtet lohnt sich der Verkauf auch nicht mehr. Für rund 100 Euro wechseln auf Onlineauktionen vergleichbare Kameras den Besitzer. Mit sinkendem finanziellen Wert sinkt aber auch die Angst vor Verlust oder Defekt; man wirft die Kleine einfach vorsorglich in die Fahrradtasche.

Doch würde ich sie wie 2018 wieder zu meiner "Kamera des Jahres" wählen?

In der zweiten Jahreshälfte gesellte sich eine kaum größere Kamera dazu. Die Fujifilm X10 mag einen kleinen Sensor besitzen, kommt aber mit einem lichtstarken,flexiblen und stabilisierten Objektiv. Als Festbrennweiten-Liebhaber habe ich dieses Jahr erstaunlich viel an diesem Zoom-Objektiv gedreht. Auch bei dieser Kamera machen Größe und Gewicht eventuelle Beeinträchtigungen in der Bildqualität wett. Wenn das Jahr noch etwas länger gewesen wäre, hätte die kleine Fuji den Fotorückstand auf die Sigma wahrscheinlich aufgeholt. In der Ausstattung und Bedienung ähnelt sie sehr meiner größeren Fujifilm X100. Da fällt die Handhabung dank Muskelgedächnis leicht.

Dies alles sind Gründe, weshalb ich auch in diesem Jahr einer alten und preiswerten Kamera den Titel gönne. Manchmal ist weniger auch mehr. Mit Canon-Vollformat und Olympus OM-D besitze ich durchaus hochwertige Alternativen. Der direkte Vergleich zeigt den Hauptvorteil kompakter Systeme deutlich (Canon 5D vs Fujifilm X10):

Canon Vollformat 5D vs. Leichtgewicht Fujifilm X10

Auch meine Erfahrungen in 2019 haben mich in dem Bewußtsein gestärkt, dass gute Bilder nicht unbedingt aus möglichst großen Sensoren kommen müssen.

Ich habe in diesem Jahr eine Vielzahl von Bildern gemacht, die ich auch mit einer größeren Kamera hätte machen können ... wenn ich sie dabei gehabt hätte. Die Fujifilm X10 war in den letzten Monaten meist dabei.

Regenpfützen statt Schnee auf einem Weihnachtsspaziergang mit der Fujifilm X10

Damit steht es fest:

Meine Kamera des Jahres 2019 ist die Fujifilm X10!

Die ältere Fujifilm X10 macht auch 2019 eine gute Figur.

2020 steht bevor. Ich freue mich schon auf das kommende Jahr. Neben privaten Vorhaben werde ich hoffentlich hier auch von Unternehmungen des Fotoclubs MDpixel und einem noch in der Entwickung befindlichen Projekt berichten dürfen.

Ich wünsche allen Lesern und Freunden der Linsen-Suppe einen guten Rutsch und alles Gute für das kommende Jahr 2020!

Mario

Schön marode

( Dieser Beitrag wurde leicht abgewandelt auch auf MDpixel veröffentlicht. )

Vergessene Orte, auch Lost Places genannt, üben eine besondere Faszination auf Fotografen aus. An vielen unwirklichen und verlassenen Plätzen treffen Geschichte und Zerfall aufeinander.

Am 16.11.2019 nahmen Thomas und ich an einer geführten Lost Place-Tour teil. Organisiert wurde diese von POINTFOTO Magdeburg. Die Tour führte uns zu einem verlassenen Schloss. Wie bei allen Lost Places soll an dieser Stelle auch hier über den genauen Standort kein weiteres Wort „verloren werden“.

Vor Ort erwartete uns eine breite Palette an Motiven. Von maroden Musikzimmern bis zur verlassenen Küche konnte sich jeder der 11 Fotografen umfassenden Gruppe austoben.

Wie sonst auch, ist neben der Motivwahl die unterschiedliche fotografische Interpretation der Beteiligten interessant. Ich habe vor Ort hauptsächlich mit einer Olympus OM-D E-M5 II und einem ausgeliehenen Ultraweitwinkel-Objektiv fotografiert (vielen Dank Thomas!).

Nachdem ich mit den meisten Motiven "durch war", habe ich mit der Sigma DP1S noch ein wenig aus Spaß fotografiert. Zur späterer Nachmittagsstunde war die Lichtsituationen bereits eine andere. Die limitierte Dynamik der Sigma tut der Lichtstimmung der Bilder dabei meines Erachtens keinen Abbruch. Vielleicht gefallen mir die Bilder mit Ihren tiefen Schatten deshalb auch besonders.

Ich habe mich entschlossen, von meinen Fotos zunächst erst einmal die Bilder aus der Foveon-Kamera zu zeigen:

Lost Place Fenster mit Stuhl Sigma DP1S Foveon

Lost Place Klavierzimmer Sigma DP1S Foveon

Lost Place Klavier Weinflasche Sigma DP1S Foveon

Lost Place Fenster mit Stuhl und Flaschen Sigma DP1S Foveon

Lost Place Alte Küche mit Licht durch Fenster auf Flasche Sigma DP1S Foveon

Lost Place Blick auf den Stall DP1S Foveon

Thomas legte in seinen Bilder großen Wert auf Linienführung und eine sehr detailreiche Abbildung durch den Einsatz von Belichtungsreihen. Ich finde die Bilder sehr gelungen. Übertrieben gestaltete HDR-Bilder dienen meines Erachtens oft der Effekthascherei. Die von Ihm zur Verfügung gestellten Bilder sind aber ein gutes Beispiel für einen sinnvollen und abgestimmten Einsatz dieser Technik.

Bilder Thomas Werner (mehr auf seiner Homepage):

Lost Place Thomas Werner Panorama Treppe

Lost Place Thomas Werner Treppenaufgang

Lost Place Thomas Werner Kaminzimmer

Lost Place Thomas Werner Bad

Lost Place Thomas Werner Stall

Stark wie ein Baum

"Stark wie ein Baum" oder "Ein Kerl wie ein Baum". Ein Baum ist Symbol für Kraft und Ausdauer.

Auf einem Spaziergang an der Elbe entdeckte ich diesen Baum. Den Kampf gegen den Zaun hat dieser bereits gewonnen.

Baum an der Elbe durch Zaun Fujifilm X10

Aber manchmal verliert man halt auch:

Umgeknickte Birken nach Sturm Fujifilm X10

Ein "verlorenes Blatt" Fujifilm X10