Herbstlaub Blätter Sigma DP1

Dann schaue ich halt hoch

Eigentlich sollte es schön werden. Doch auf der Aussichtsplattform des Schlosses Wernigerode blies ein kalter Wind.

Die Sonne war zwischenzeitlich herausgekommen. Noch sah die Gegend trüb aus und über der Stadt Wernigerode lag ein leichter Schleier. Dies klingt im ersten Moment sogar fototechnisch interessant. Aber die aufgenommenen Landschaftsaufnahmen sahen einfach nur langweilig aus. Da sich der Himmer schnell aufklärte, warteten wir noch eine Weile. Aber am Dunst änderte sich einfach nichts.

Und was macht man, wenn man nicht nach unten fotografieren kann? Richtig! Man schaut nach oben. Hier ein paar Schlossperspektiven in Richtung Himmel. Wer sich an stürzenden Linien stört, kann an dieser Stelle abschalten. ;-)

Schloss Wernigerode Sigma DP1S DP1 DP

Schloss Wernigerode Sigma DP1S DP1 DP

Schloss Wernigerode Sigma DP1S DP1 DP

Schloss Wernigerode Sigma DP1S DP

Schloss Wernigerode Sigma DP1S DP1 DP

OK, zur Orientierung hat man dann doch schon einmal zur Seite und auf den Boden geschaut. Dabei habe ich einen standesgemäßen Briefkasten gefunden.

Schloss Wernigerode Sigma DP1S DP1 DP

Beim Abstieg ist ein Blick nach unten auch nicht verkehrt. Das farbenfrohe Herbstlaub sieht nicht nur toll aus, sondern ist auch schön rutschig glatt.

Schloss Wernigerode Sigma DP1S DP1 DP

Pixelpeeper und Fans aktuellster Technik kann ich wieder einmal vertrösten. Obwohl noch größeres Besteck in der Tasche, stammen diese Aufnahmen erneut aus der antiken Sigma DP1S. Die machte, wie schon in den letzten Wochen, richtig Spaß und gute Bilder. So langsam muss sich Sigma hier mal melden, ob ich statt der betagten DP1S nicht auch mal etwas halbwegs Aktuelles aus Ihrem Hause einsetzen möchte. ;-)

Aufgenommen mit:

Lumix LX5 Oberseite

4x4 (4/4) - Ein Fazit zum Projekt und zur Lumix LX5

Bilder machen zu können, macht Spaß. Bilder machen zu müssen, ist anstrengend!

Zum abschliessenden Beitrag meiner kleinen 4x4-Reihe muss ich mich bereits zwingen. Die letzten Bilder entstanden kurz nach dem Urlaub.

In dieser kurzen Phase war die Lumix LX5 aus dem Hause Panasonic mein steter Begleiter. Ich kannte die Kamera durch das Schwestermodell Leica D-Lux 5 bereits gut. Für die 4x4 Aufnahmen war das Format fest auf 1:1 und S/W eingestellt. Die quadratischen Aufnahmen stellten keine besondere Herausforderung dar. Natürlich kann man dieses Format nicht bildschirmfüllend auf dem Monitor oder TV ansehen. Aber auch das gewohnte und häufig verwendete Bildformat 3:2 erzeugt in der Regel schwarze Ränder am linken und rechten Rand eines Bildschirms im Breitbildformat. Und wenn schon Rand, dann kann es künfig auch einmal häufiger das quadratische Format sein.

Aber muss es nun unbedingt aus einer LX5 kommen? Sicher nicht!

Der Schiebeschalter an der Oberseite des Objektes zur Auswahl des Formates erleichtert den Wechsel des Bildschirmverhältnisses ungemein. Das Foto wird dann auch nur nur in diesem Bereich dargestellt und samt RAW gespeichtert. Die Wahl des passenden Bildausschnittes sollte also bereits bei der Aufnahme gut gewählt sein. Durch die moderate Auflösung der LX5 (ca. 8MP bei 1:1) ist für eine spätere Auschnittsvergrösserung auch wenig Reserve. Diese Vorgaben zwingen den Fotografen, sich vor dem Auslösen Gedanken zu machen. Zumindest mir machte dies Spaß und schadet auch für das spätere Fotoleben nicht. Doch wäre es nicht auch mit dem iPhone und der Einstellung S/W 1:1 gegangen?

Die Vorteile der kleinen LX5 gegenüber dem Telefon sind:

  • ein größerer Sensor mit allen damit verbundenen Vorteilen (Lichtempfindichkeit, Freistellungsmöglichkeit ...)
  • ein optischer Zoom (im Falle der LX5 24-90mm gegenüber 28mm iPhone)
  • auswechselbarer Akku und Speicher

Den Vorteilen stehen für mich folgende Nachteile entegen:

  • eine weiteres Gerät zum herumschleppen (auch wenn es relativ kompakt ist)
  • die Bilder müssen für Internet, Mail und sozialen Netzwerke erst einmal auf ein geeignetes Gerät übertragen/eingelesen werden


Überraschenderweise waren die meisten Vorteile für mich dann doch wenig relevant. Eigentlich alle Bilder entstanden bei Tageslicht. Hier spielte der vergleichsweise große Sensor der LX5 keine Vorteile aus. Weiterhin habe ich bei fast allen Bildern einen weiten Bildwinkel gewählt. Von der Zoom-Fähigkeit der LX5 habe ich kaum Gebrauch gemacht. Auch hier wären die festen 28mm Brennweite des iPhones keine große Einschränkung gewesen. Im Rückblick hat das Arbeiten mit der kleinen LX5 durchaus Freude bereitet. Zumindest für dieses Projekt und die vorliegenden Aufnahmen hätte ich ohne Probleme auch das iPhone nutzen können. Doch darum ging es letztlich nicht. Hauptaufgabe war es, jeden Tag ein Bild zu machen und keinen Gedanken an das "richtige Werkzeug" zu verlieren. Dies hat wunderbar funktioniert. Viel entscheidener war für mich die Erkenntnis, dass ich kein Anhänger dieser Challenges bin, bei denen man über einen bestimmten Zeitraum täglich oder regelmäßig ein Bild machen muss.

Ich möchte Bilder machen, wann ich will. Und nicht, wenn ich muss. Da können auch mal Tage oder Wochen ohne ein Bild dazwischenliegen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass mich der Zwang zur Aufnahme fotografisch weiterentwicklelt. Jetzt kann natürlich das Argument fallen, für eine fotografische Weiterentwicklung war das Projekt viel zu kurz. An einer Überprüfung und Verlängerung habe ich jedoch nur begrenztes Interesse. :-)

Trotzdem fordere ich jeden Hobbyfotografen einmal auf, sich einem kleinen Projekt oder einer ähnlichen kleiner Reihe zu stellen. Schaden kann es nicht. Auch wenn man danach froh ist, glücklicherweise nicht gleich ein Jahresprojekt begonnen zu haben.

Lumix LX5 Schönebeck Bierer Berg Steintor

Lumix LX5 Plötzky Waldsee Wohnfaß

Lumix LX5 Stadtmauer Schönebeck Salzelmen

Lumix LX5 Ende des Projektes Relax


Aufgenommen mit:

Der Herbst ist da

Lange Monate wurden wir mit überdurchschnittlich hohen Temperaturen verwöhnt. Doch nun ist er da - der Herbst.
Und spätnachmittagige Spaziergänge zu dieser Zeit sind ja auch etwas Schönes.

Kurpark Schönebeck Bad Salzelmen Sigma DP1S

Kurpark Schönebeck Bad Salzelmen Rosengarten Sigma DP1S

Aufgenommen mit:

Wandbildfutter aus der Sigma DP1S

Ich habe gerade einen sehr schönen Artikel von Jörg Langer gelesen. Mit diesem Artikel fühle ich mich bestätigt, nicht grundlos in den letzten Wochen mit diesen "antiken" Kameras fotografiert zu haben.

Noch zwei Bilder aus der knapp 10 Jahre alten Sigma DP1S:

Sigma DP1S DP1 Kühlungsborn Hafen Sonnenuntergang

Sigma DP1 DP1S Leuchtturm Warnemünde

Alle Bilder aufgenommen mit:

Lumix LX5 4x4

4x4 (3/4)

Wie schon im letzten Beitrag der 4x4-Reihe erwähnt, fallen Aufnahmen in der Urlaubszeit mit genügend Zeit im Rücken leicht. Damit für diese Reihe jedoch nicht weitere Küstenbilder entstehen, habe ich für den dritten Teil ein Thema gesucht. Mit der Holzfigur auf der Promenade war das Thema "Kopf" gefunden.

Lumix LX5 4x4 Kopf Holzkopf

Lumix LX5 4x4 Kopf Fischkopf Fischkopp

Lumix LX5 4x4 Kopf Selberkopf

Lumix LX5 4x4 Kopf kopflos


Aufgenommen mit:

4x4 mit der Lumix LX5

4x4 (2/4)

Teil 2 meines kleinen Fotoprojektes 4x4 mit quadratischen S/W-Bildern aus der Lumix LX5:

Musste man sich an Arbeitstagen noch zum Abliefern eines täglichen Fotos zwingen, fällt die Fotoausbeute an Wochenend- und Urlaubstagen wesentlich leichter aus. In den nächsten Tagen lieferten Ostsee und die Kühlungsborner Kulisse viele Möglichkeiten. So kam ich schnell zu dem Luxusproblem, welches Bild denn nur als Tagesfoto zählen solle. Die Aufnahmen entstanden, wenn auch örtlich nahe gelegen, an unterschiedlichen Tagen.

Thema "Mehr Meer":

4x4 Lumix LX5 Strand Kühlungsborn

4x4 Lumix LX5 Hafen Kühlungsborn

4x4 Lumix LX5 Hafen Kühlungsborn

4x4 Lumix LX5 Strand Kühlungsborn


Aufgenommen mit:

Lost Place - Matthias Photography

Ich freue mich sehr, dass mit Matthias auch der dritte Fotograf unseres Lost-Place-Ausfluges mit seiner Vorstellung und seinen Bildern den Bericht abrundet.

Matthias Photography: Ich bin Matthias und schon seit vielen Jahren fotografisch aktiv. Für mich eines der Schönsten Hobbys überhaupt und der Perfekte Ausgleich zum oft stressigen Alltag. Der Blick durch den Sucher eröffnet eine eigene Welt und ermöglicht es mir die Dinge so darzustellen, wie ich sie sehe. In jedem Bild steckt ein klein wenig Persönlichkeit des Fotografen und genau das macht jedes Bild individuell.
Ich kann gar nicht fest machen wo meine Schwerpunkte liegen, aber Architektur ist es mit Sicherheit nicht. Meine letzten Streifzüge durch „Lost Places“ liegen auch schon eine Weile zurück. Somit war ich sehr erfreut als der Vorschlag zu einem kleinen Fotoausflug zum Heeresbekleidungsamt bei Bernau in meinem Maileingang landete.
Ein riesen Areal mit imposanten Gebäuden, welche offensichtlich seit Jahrzehnten sich selbst überlassen sind. Auf der Suche nach tollen Motiven begegnen einem auch immer wieder tolle Graffitis. Bei manchem fragt man sich warum der Künstler sich so viel Mühe macht, für eine Wandmalerei, welche wahrscheinlich nur wenige Menschen zu Gesicht bekommen.
Ich habe versucht einige Eindrücke mit manuellem Billig-Glas und Plastikzoom einzufangen und freue mich meine Eindrücke hier mit euch teilen zu dürfen.

Matthias Photography - Fenster

Matthias Photography - Fenster

Matthias Photography

Matthias Photography

Matthias Photography

Matthias Photography

Matthias Photography

Matthias Photography

Panasonic Lumix LX5 mit Schiebeschalter für Formatumstellung

4x4 (1/4)

Bevor es an den darauffolgenden Tagen in den Urlaub gehen sollte, standen zunächst die ersten Aufnahmen an normalen Arbeitstagen an. Hier zeigt sich, dass bereits eine tägliche Aufnahme etwas Kreativität oder Kompromissbereitschaft bedarf.

Panasonic LX5 S/W 4x4 Kürbis Halloween

Panasonic LX5 S/W 4x4 Freie Fahrt

Panasonic LX5 S/W 4x4 Freie Garagen

Panasonic LX5 S/W 4x4 Freie Tischplatte aus Bronze


Aufgenommen mit:

Panasonic DMC-LX5 LX5 Lumix Frontansicht

Lumix LX5 und 4x4

Quadratisch - Praktisch - Gut. Dies ist nicht nur die Schokolade eines sportlichen Süßwaren-Herstellers, sondern auch der Großteil der Instagram-Bilder.
In der Regel nutzt man dort das quadratische Format, welches ich persönlich auch sehr mag. Wer nicht direkt mit dem Smartphone und Instagram fotografiert, beschneidet eine vorhandene Aufnahme per Hand oder übernimmt den oft bereits sehr stimmigen Vorschlag der App.
In fast allen Smartphones und herkömmlichen Kameras kann man das Format für die Aufnahme bereits im Vorfeld bestimmen. Während die Formatwahl bei einigen Smartphone-Anwendungen bereits auf den ersten Blick ins Auge fällt, versteckt sich die Formatumschaltung bei vielen Kameras in einem tieferen Untermenü. Die LX-Serie von Panasonic und die D-Lux-Reihe aus dem Hause Leica besitzen hier einen großen Vorteil. Auf der Oberseite des Zoomobjektives kann man mittels eines kleinen Schiebeschalters das gewünschte Format direkt einstellen.

Panasonic DMC-LX5 LX5 Lumix Ansicht oben

Während einer Phase des Leica-Aufrüstwahns wechselte ich von D-Lux 5 über D-Lux 6 zur Leica X2. Letztere besaß diese sehr praktische Einstellhilfe in ihrer puristischen Ausstattung bereits nicht mehr.
Die LX-Kameras aus dem Hause Panasonic ähneln sehr den D-Lux-Produkten von Leica. Dies ist kein Zufall; die Kameras wurden in Zusammenarbeit entwickelt und nur noch für die jeweilige Marke individualisiert. In den meisten Funktionen stimmen die jeweiligen Paare überein. Durch Zufall kam ich an eine Lumix LX5. Diese besitzt, wie auch die Leica D-Lux 5, noch einen CCD-Sensor. CCD-Sensoren wurden in den jeweiligen Folgemodellen durch CMOS-Sensoren ersetzt und werden (CMOS) heute in fast allen Kameras eingesetzt. Während CMOS-Sensoren deutliche Vorteile in der Lichtempfindlichkeit besitzen, schwärmen viele Besitzer von CCD-Kameras von der besseren Farbdarstellung des CCD-Sensors. Auch in der S/W-Konvertierung machen CCD-Sensoren eine gute Figur. Mein leider zwischenzeitlich verstorbener Fotofreund Victor riet mir damals inständig vom Wechsel der CCD-D-Lux 5 zur CMOS-D-Lux 6 ab. Leider hörte ich nicht auf ihn. Diesen Fehler konnte ich mit dem preiswerten Erwerb der Lumix LX5 nun etwas berichtigen.
Was will man mit einer LX5, wenn man auch "richtige" Kameras besitzt? Ganz einfach: Man möchte Spaß haben. Statt schwerer Kamera passt die kompakte Lumix unterwegs als Ergänzung des iPhones in die Jackentasche und bietet mit einer Brennweite von 24-90mm neben einem guten Weitwinkel auch etwas optische Zoomreserve. Hauptgrund für die Anschaffung ist aber der Ansporn, mit der Kamera fertige S/W-Bilder im quadratischen Format zu produzieren, die ohne große Anpassungen direkt für Instagram verwendet werden können.
Um die Sache etwas interessanter zu machen, habe ich daraus eine kleine Mini-Challenge gemacht. Angelehnt an das quadratische Format möchte ich im Oktober mit "4x4" an 16 aufeinanderfolgenden Tagen täglich ein Bild mit dieser Kamera machen und im Nachgang als kleine 4er-Serie veröffentlichen.

PS. Neben dem Leica-Objektiv werkelt ein zusätzlicher Leica-Geist in der Kamera. Bei einem Besuch bei Fotofreund Hartmut Gräfenhahn in Berlin erbte ich den originalen Leica-Akku seiner Leica D-Lux 5. Diese war leider einem Wasserschaden zum Opfer gefallen. Akku und Ladegerät leisten mir jetzt gute Dienste.

Lost Place - Hartmut Gräfenhahn

Kein Foto wird zweimal gemacht. Auch am selben Ort entstehen von anderen Fotografen Bilder, die sich von meinen Fotos auch stilistisch unterscheiden. Ich freue mich sehr, dass Hartmut Gräfenhahn eine kleine Auswahl seiner Bilder des Lost Places hier vorstellt.

Hartmut Gräfenhahn: Ich fotografiere seit meiner Jugend. Momentan sind meine Schwerpunkte Portrait- und Bokehfotografie. Bei Lost Places fasziniert mich die gleichzeitige Präsenz von Vergangenheit und Zukunft. In den verlassenen Gebäuden weht der Geist der Vergangenheit in Form alter Untertapete mit Zeitungen und zurückgelassenen Kleidungsstücken. Gleichzeitig erobert die Natur, Vandalismus und unglaublich kreative Streetartkunst die verfallenden Räumlichkeiten. Wer zückt da nicht die Kamera?


Lost Places Hartmut Graefenhahn Stiefel

Lost Places Hartmut Graefenhahn Tapete Zeitung

Lost Places Hartmut Graefenhahn Uniform

Lost Places Hartmut Graefenhahn Baum in Dachrinne

Lost Place Hartmut Grafenhahn Das Auge

Lost Place Hartmut Grafenhahn Das Fenster

Eine Sigma DP1S in 2018 (3/3)

Bei genügend Licht fühlt sich die Sigma DP1S pudelwohl. Doch auch hier gibt es im wahrsten Sinn des Wortes "Licht und Schatten".

Die optionale Sonnenblende soll die Bildqualität bei schräg einfallendem Sonnenschein deutlich verbessern. Ich selbst besitze diesen aufsetzbaren Tubus nicht; trägt er doch an der Kamera sichtlich auf und beraubt der kleinen Kamera ihre Kompaktheit. Weiterhin zeigt sich auch beim Display das wahre Alter der Kamera. 230.000 Pixel auf 2,5 Zoll sind aus heutiger Sicht nicht mehr zeitgemäß. Zwar reicht der Monitor für die Komposition des Bildausschnittes durchaus aus, bei hellem Umgebungslicht wird das Fotografieren mit dem blendenden Display schnell zum Glückspiel.

Dass es aber trotzdem geht, zeigen die restlichen Bilder aus Berlin und die kurz darauf aufgenommenen Fotos auf der Landesgartenschau 2018 in Burg.

Regierungsviertel Berlin:

Berlin Regierungsviertel Sigma DP1S DP1 Foveon

Berlin Regierungsviertel Sigma DP1S DP1 Foveon

Berlin Regierungsviertel Sigma DP1S DP1 Foveon

Landesgartenschau 2018 Burg:

Landesgartenschau 2018 Burg Sigma DP1S DP1 Weinberg

Landesgartenschau 2018 Burg Sigma DP1S DP1 Blumen

Landesgartenschau 2018 Burg Sigma DP1S DP1 Hohler Stamm

Landesgartenschau 2018 Burg Sigma DP1S DP1 Erste Reihe Spielplatz

Landesgartenschau 2018 Burg Sigma DP1S DP1 Holzfiguren



Fazit

Die kleine Sigma hat mich nachhaltig positiv überrascht und in meiner Meinung bestätigt, dass das limitierende Element meist hinter der Kamera werkelt. Auch 2018 können sich die Bilder der fast 10 Jahre alten Sigma meines Erachtens durchaus sehen lassen. Durch den flächentechnisch großen Sensor und der damit möglichen Freistellung bietet die Sigma auch heute noch Vorteile gegenüber gängigen Smartphonekameras (auch wenn das Bokeh von einigen Handys heute schon künstlich errechnet wird).

Die pixelgenaue Auflösung der Aufnahmen mit dem 4.7-Megapixel-Foveon-Sensor kann man durchaus mit 10MP herkömmlicher Kameras vergleichen. Während der kleine Auflösungsvorsprung des Sensors von aktuellen Kameras zwischenzeitlich überholt wurde, bleibt den DP-Aufnahmen ein bestimmter Farblook erhalten. Diese "Foveon-Farben" sind auch heute noch in meinem Augen erkennbar. Zwar wurden die abgebildeten Fotos meist in Lightroom mit meinen Standardprofilen bearbeitet, doch bilden bereits die RAW-Bilder eine farbenprächtige Grundlage. Die internen JPGs der Sigma habe ich schnell vergessen. Zu viele Vorteile bietet das RAW in der Nachbearbeitung.

Für wen ist die Kamera heute noch geeignet? Als Hauptkamera wird die Sigma DP1S mit Sicherheit nicht eingesetzt werden. Lichtempfindlichkeit und Geschwindigkeit schränken den Einsatz ein. Wer jedoch wie ich oft mit einer 50mm-Festbrennweite unterwegs ist, kann statt zusätzlichem Weitwinkelobjektiv auch eine kleine Sigma einstecken, die dann auch noch als Backup eingesetzt werden kann. Zwar gibt es mit der Ricoh GR oder einer Fujifilm XF10 heute kompakte Alternativen mit einer Festbrennweite von 28mm; im Gegensatz zur preiswerten Sigma kosten diese jedoch mindestens 500,- EUR. Eine DP1S wechselt in eBay meist für 100-150 Euro den Besitzer.

Neben Preis und Bildqualität entscheidet letztlich oft ein anderer Punkt. Und dieser wichtige Punkt ist, ob man die Kamera gern in die Hand nimmt und benutzt. Und hier hat Sigma mit der urspünglichen DP-Serie einen kleinen Klassiker in die Welt gesetzt. Sigma geht mit der aktuellen Quattro-Reihe weiter einen sehr eigenwilligen Weg. Ob man diese außergewöhnlichen Kameras mag, ist letztlich eine sehr persönliche Entscheidung.

Alle Bilder aufgenommen mit:

Lost Place mit einer Sigma DP1S (2/3)

Lost Places fotografiert man grundsätzlich in schwarz/weiss!

So meint man, sieht es ein ungeschriebenes Gesetz der Fotowelt vor. Als ich am zweiten Tag unserer Fotoreise durch diese Ruinen lief, stand für mich schnell fest: Hier bliebt die Farbe im Bild!

Lost Place Sigma DP1S Farbe Graffiti

Nun spielen dunkle Innenszenen und hohe ISO-Zahlen der lichtschwachen Sigma DP1S nicht gerade in die Karten. Nach ein paar Versuchen war jedoch schnell klar, wo die Grenzen der alten Kamera unter diesen Bedingungen sind.

Da die Bildqualität ab ISO400 dramatisch abfällt, fielen einige dunkle Aufnahmen leider komplett aus. Der touristisch anmutende Kameragurt brachte einen großen Vorteil zu Tage. Der an ausgestreckten Händen gespannte Gurt bildete am Hals eine stabile Basis für Aufnahmen mit einer Belichtungszeit von bis zu 1/10s. Durch die weite Brennweite von 28mm fallen leichte Verwacklungen im Weitwinkel nicht so in's Gewicht. Ich staunte daher nicht schlecht, als ich Fotos auf dem rückseitigen Display mit solchen ungewohnt langen Belichtungszeiten betrachtete. Die Sigma hat wohlbemerkt keine Stabilisierung; hier war ein ruhiges Händchen bzw. ein straffer Gurt gefragt.

Lost Place Sigma DP1S Farbe Graffiti

Das Innere der Gebäude hielt einen interessanten Kontrast bereit. Auf den zerfallenden und bröckelnden Wänden bilden kunstvolle Graffitis einen frischen Kontrast zum alten Gebäude.

Für diese Art von Umgebung kauft man sich sicherlich keine solche lichtschwache Kamera. Ich nahm die Herausforderung aber an und finde, es sind ein paar interessante Bilder entstanden.

Lost Place Sigma DP1S Farbe Graffiti

Lost Place Sigma DP1S DP1 Ruine Farbe Graffiti

Lost Place Sigma DP1S DP1 Ruine Farbe Graffiti

Lost Place Sigma DP1S DP1 Ruine Farbe Graffiti

Lost Place Sigma DP1S DP1 Ruine Farbe Graffiti

Lost Place Sigma DP1S DP1 Ruine Farbe Graffiti

Mit der Zeit gewöhnt man sich etwas an die gemächliche Art der Kamera. "Entschleunigung" ist dabei schon geschmeichelt. Der nach dem Fokussieren kurz komplett einfrierende Bildschirm erinnert eher an "Stillstand". Und trotzdem macht die Sigma einfach großen Spass. Auch in bewohnter Umgebung sollten noch weitere Fotos entstehen.

Aufgenommen mit:

Sigma DP1S DP1 2018 Berlin Flughafen Tempelhof Landebahn

Die 4.7 Megapixel einer Sigma DP1S (1/3)

4.7 Megapixel machen glücklich. Dies ist meine Antwort auf die Frage, wieviele Megapixel (MP) man denn nun wirklich braucht, um fototechnisch glücklich zu sein.

Natürlich ist dies subjektiv. Wer viel Reserve für Ausschnittsvergrößerungen benötigt oder generell dem „Pixelpeeping“ frönt, wird damit nicht glücklich sein. Wer aber Fotos für den „herkömmlichen Gebrauch“ oder gar nur für die Darstellung im Internet benötigt, der kann auch mit wenigen MP zufrieden sein. Zu letzteren Gattung zähle ich mich.

Während die Standardauflösungen bei APS-C und Vollformat-Kameras heute meist bei 24 MP beginnt, war ich die letzten Tage mit einer fast 10 Jahre alten Sigma DP1S und einem Bruchteil dieser Auflösung unterwegs. Die werbewirksamen 14.1 MP sind effektiv nur 4.7 MP, da sich die 14.1 MP auf drei hintereinanderliegende Farbschichten beziehen. Das fertige Bild einer Sigma DP1S hat eine Auflösung von 2.640 x 1.760 Pixel (=4.646.400). Damit fühlt man sich pixeltechnisch um Lichtjahre zurückgeworfen. Zu einem Fotobesuch in Berlin begleitete mich nun diese kleine Kamera mit der 28mm-Festbrennweite. Sie sollte zeigen, ob sie auch in 2018 noch praktisch zu gebrauchen ist.

Die DP-Linie von Sigma ist für ihren hohen Stromverbrauch bekannt. Vor der Reise ergänzte ich daher den originalen Stromlieferanten um zwei preiswerte Akkus. Diese kosteten als Neuware jeweils nur um die 5,-EUR.
Fokus-und Gesamtgeschwindigkeit der Kamera beschreibt der Buchtitel „Die Entdeckung der Langsamkeit“ von Sten Nadolny treffend. Ich habe selten mit einer Kamera gearbeitet, die so langsam fokussiert, verarbeitet und speichert. Dem behäbigen Fotografieren steht jedoch ein Bildergebnis gegenüber, dass mich verblüfft hat.

Statt kamerainternen JPGs habe ich RAW-Bilder aufgenommen. Die verlustfreien X3F-Dateien sind mit ca. 15 MB zwar größer als JPG, werden jedoch klaglos von einer halbwegs aktuellen Lightroom-Versionen importiert und verarbeitet. Auf die Installation der Sigma-eigenen Software habe ich bewußt verzichtet.

Die Bilder der DP1S sind bereits unbearbeitet farbenfroh und kontrastreich. Mit meinem Standard-Workflow und der Verwendung eines vorhandenen Kameraprofils habe ich die Fotos noch etwas bearbeitet. Herausgekommen sind Bilder, die auch auf den zweiten Blick nicht an eine fast 10 Jahre alte Kompaktkamera erinnern. Zwar besitzt die Kamera weniger Pixel; doch dafür ist ein gelungenes Bild bis auf den letzten Pixel scharf. Wo Kameras mit höheren Auflösungen teilweise Pixelmatsch liefern, liefert der Foveon-Sensor der alten Sigma pixelscharfe Ergebnisse.

Um den Hals getragen, lief ich am Wochenende also wie ein „üblicher Tourist“ durch Berlin. Und wenn man mit anderen Fotografen unterwegs ist, taucht man sogar selbst einmal auf einem Bild auf:

Mario Heide Sigma DP1S Foto: Hartmut Graefenhahn (Fujifilm X-T1) - "Tourist Mario mit Sigma DP1S"

Bei strahlender Sonne entstanden die ersten Aufnahmen (alle Bilder auf 1.600 Pixel Breite verkleinert):

Sigma DP1S DP1 in 2018 Berlin Wasserturm Blog

Sigma DP1S DP1 in 2018 Berlin Bäume Blog

Danach machten wir uns auf den Weg zum Tag der offenen Tür des zwischenzeitlich geschlossenen Flughafens Tempelhof:

Sigma DP1S DP1 in 2018 Berlin U-Bahn Blog

Sigma DP1S DP1 in 2018 Berlin Hanger Flughafen Tempelhof Blog

Sigma DP1S DP1 in 2018 Berlin Abfertigungshalle Flughafen Tempelhof Blog

Am Abend dann noch einen kurzen Abstecher zum Potsdamer Platz:

Sigma DP1S DP1 in 2018 Berlin Potsdamer Platz Skyline Blog

Sigma DP1S DP1 in 2018 Berlin Sony Center Blog

Das Objektiv mit einer Anfangsblende von f4.0 benötigt, sofern man die Belichtungszeiten kurz halten möchte, schon etwas Licht. Tagsüber war dies ausreichend vorhanden.
Einen Tag später sollte es dann aber unerwartet viele Aufnahmen innerhalb von Gebäuden geben. Wie sich die Sigma DP1S hier schlug, zeigt sich im kommenden Bericht.

Aufgenommen mit:

Fotofabrik Wandbild Alu-Dibond

Bilder aus der Fotofabrik(.de)

„Bilder muss man anfassen können!“ Diesen Satz hört man immer wieder. Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung fällt dieser mahnende Hinweis verstärkt.

Fotos zu machen macht Spass und hält Erinnerungen bleibend fest. Noch vor einigen Jahren klebte man eine Auswahl geeigneter Fotos in ein Album. Heute fristen eine Vielzahl von Bildern auf Festplatten und sozialen Netzwerken ein trauriges und unbeachtetes Dasein.

Doch es geht anders. Fotos kann man heute daheim oder bei einem Drogeriemarktbesuch drucken. Soll die Qualität hochwertiger sein, sendet man seine digitalen Bilder einem Fotodienstleister zum Druck. Von Tassen bis Wandbilder reicht die Auswahl vieler Anbieter. Wenn man nicht den jeweiligen Sonderangeboten hinterherläuft, bleibt man früher oder später bei einem Dienstleister seiner Wahl.

Auch ich bin seit vielen Jahren einem Anbieter treu. So war ich mir im ersten Moment unsicher, ob ich das Angebot eines neuen Anbieters annehmen sollte. Dieser bot mir an, ein Produkt seiner Auswahl zu testen.

Die aus den Niederlanden stammende www.fotofabrik.de bietet Fotoprodukte auf unterschiedlichen Materialien. Eine Druckmöglichkeit auf Holz machte mich neugierig. Mit einem hochauflösenden Bild der Pentax K70 aus dem zurückliegenden Ostsee-Urlaub entschied ich mich dann aber für einen Druck auf Alu-Dibond.

Das Foto selbst ist farblich nicht unkritisch. Tonale Abweichungen vom orangem Himmel und den violetten Wolken können die Wirkung eines Bildes schnell ändern.

Bilder bekommt man auf bekannten Wegen zur Fotofabrik. Neben einer für PC und Mac verfügbaren Desktop-Software kann der Auftrag auch komplett über die Internetseite erfasst werden. Da ich bereits einige Probleme mit solchen Online-Tools gehabt habe, lud ich vorsorglich erst einmal die Desktop-SW für Mac herunter.

Überraschenderweise kann ich nun aber wenig zu der zu installierenden Version sagen. Eigentlich wollte ich nur einen kurzen Blick auf den Online-Editor auf der Internetseite werfen um ggf. ein paar Worte zur Performance sagen zu können. Letztlich dachte ich an die zu installierende Software erst wieder, als der Bestellvorgang über die Onlineversion bereits abgeschlossen war. Ich hatte statt einem kurzen Blick einfach die Bestellung im sehr gut arbeitenden Online-Editor erledigt. Es mag sein, dass dieser nicht alle Bearbeitungsmöglichkeiten gegenüber der zu installierenden Anwendung bietet. Da ich meine Bilder aber bereits im Vorfeld fertig bearbeitete und im Auftrag lediglich positioniere, war die flotte und problemlose Bestellung über den Online-Editor für mich genau richtig. Wer mag, kann sich ja trotzdem die lokale Software installieren.

Letztlich interessiert die meisten von uns auch nicht die Software, sondern das Ergebnis. Und das war kurze Zeit später da (Bestellung Mittwoch 21:00 Uhr, Lieferung am Samstag vormittag).

Fotofabrik Wandbild Alu-Dibond

Das Bild (60 x 40 cm) war gut verpackt und auf die übliche Art geschützt. Nach dem Entfernen der Umverpackung hielt ich die Abendszene von Usedom in meinen Händen.

Fotofabrik Wandbild Alu-Dibond

Das Bild gefällt mir im Zusammenspiel mit dem verwendeten Matarial sehr gut. Drucktechnisch habe ich keine Fehler ausmachen können. Farben bekommen durch das verwendete Material (Alu-Dibond) eine besondere Note, bleiben tonal aber am gelieferten Original. Ob die leicht räumliche Wirkung vom Material stammt, kann ich nicht sagen. Dies ist mein erstes Wandbild auf Alu-Dibond. Mit Sicherheit ist es aber nicht das letzte Bild auf diesem Material.

Fotofabrik Wandbild Alu-Dibond

Bestelle ich mein nächstes Wandbild bei www.fotofabrik.de? Der Mensch ist nicht nur ein Gewohnheitstier, sondern in der Regel auch vorsichtig. Mit wachsender Größe steigt auch schnell der Preis für ein Bild auf hochwertigem Material. 60x40cm auf Alu-Dibond kosten auch bei meinem bisherigen Anbieter ca. 45,- EUR. Bestellen würde ich dort, wo ich die Ergebnisse kenne. Und hier hat die Fotofabrik ihre Arbeit gut gemacht. Insofern wird es nicht mein letztes Bild aus der Fotofabrik gewesen sein.

Aufgenommen mit:

 

Sigma DP1S DP1 in 2018 Test Park Bank

Sigma DP1S - Oder wieviele Megapixel braucht man wirklich

2006 ist George W. Bush Präsident der USA.
2006 feiert die Band Tokio-Hotel mit ihrem Debütalbum "Schrei" nach "Durch den Monsun" weitere Nummer -1-Hits in Deutschland.
2006 kommt die Sigma DP1 auf den Markt.

Dies alles liegt zum aktuellen Zeitpunkt 12 Jahre zurück.

Die Kamera-Linien SD und DP aus dem Hause Sigma sind sehr umstritten. Bei keiner anderen Kameragattung gehen Lob und Tadel so weit auseinander. Man liebt oder hasst sie. Grund ist der verbaute Foveon-Sensor. Bei diesem liegen die drei Farbpixel nicht nebeneinander sondern hintereinander. Diesen abbildungstechnischen Vorteil bezahlt man jedoch mit einem dicken Nachteil. Die Techologie des X3-Sensors braucht viel Licht. Schon ab ISO 400 bricht die Bildqualität dramatisch ein.

2009 wurde die originale Sigma DP1 mit der Version DP1S aktualisiert. Der Sensor und das fest verbaute Objektiv blieben jedoch unverändert. Neugierig, ob ein solches Gerät heute nur noch für die Vitrine oder gar noch zum Fotografieren taugt, konnte ich einem Schnäppchen in eBay nicht widerstehen.

Sigma DP1S DP1 Test Real World 2018
SIGMA DP1S (aufgenommen mit CANON 5D II)

Die kompakte und leichte Sigma DP1S besitzt mit 20,7 mm x 13,8 mm einen vergleichsweise großen Sensor im APS-C-Format. Als Objektiv ist in der Kamera eine F4.0-Linse mit umgerechnet 28mm Brennweite verbaut. Die angegebenen 14 Megapixel beziehen sich auf alle drei Farbschichten. Mit einer Auflösung von 2652 × 1768 können somit 4.7MP-Bilder erzeugt werden.

Sind 4.7 Megapixel in Zeiten von Smartphonekameras, die bei ähnlicher Brennweite heute 12 bis 24 Megapixel besitzen, überhaupt noch ansatzweise konkurrenzfähig und sinnvoll?

Diesen Fragen möchte ich in den nächsten Tagen und Wochen nachgehen. Die heutigen Erstversuche im nahe gelegenen Kurpark möchte ich ohne weitere Kommentare teilen:

Sigma DP1S DP1 Test Real World 2018 Kurpark Schönebeck Salzelmen

Sigma DP1S DP1 Test Real World 2018 Kurpark Schönebeck Salzelmen

Sigma DP1S DP1 Test Real World 2018 Kurpark Schönebeck Salzelmen Brunnen

Sigma DP1S DP1 Test Real World 2018 Kurpark Schönebeck Salzelmen

Aufgenommen mit:

Pentax K70 Test Usedom Ostsee Heringsdorf Seebrücke

Pentax K70 Test auf Usedom

Die Kameratasche für den Urlaub war bereits gepackt. Zwei Canon-Kameras sollten mich in den Ostseeurlaub auf Usedom begleiten. Doch natürlich kommt es anders. Kurz vor Reiseantritt erhielt ich die Möglichkeit, eine Pentax-K70 zu testen. Bereits seit einigen Monaten begleitet mich eine Kamera aus dem Hause Pentax. Die kleine Pentax MX-1 war ein Spontankauf, den ich bisher nicht bereut habe. Ich habe mehrfach darüber berichtet. Die Pentax K70 ist eine digitale Spiegelreflexkamera (DSLR). Von dieser Kameragattung hatte ich mich in den letzten Jahren zusehends entfernt. Zu vorteilhaft sind zwischenzeitlich kompakte Spiegellose, die teilweise identische Sensoren verbaut haben und dementsprechend vergleichbare Qualität bei kleineren Abmaßen liefern. Die elektronischen Sucher von Systemkameras sind bereits auf einem sehr hohen Qualitätsniveau. Während der unverfälschte Blick durch die Spiegelreflexkamera naturgemäß keine Trägheit besitzt, überzeugen elektronische Sucher heute mit niedriger Latenz und einer kompletten Vorschau, die Weißabgleich und Belichtungskorrekturen beinhalten. Wie man (im wahrsten Sinn des Wortes) sieht; ist es letztlich eine persönliche Entscheidung für welches System man sich entscheidet. Nachdem sich seit einiger Zeit auch wieder eine vollformatige DSLR in meinem Besitz befindet, stand ich der Pentax K70 kritisch, aber nicht voreingenommen, gegenüber. Dies sollte sich als gute Voraussetzung erweisen.

Die Pentax K70 ist eine Kamera mit einem APS-C-Sensor. Ihr wird nachgesagt, sie biete in der aktuellen Pentax-Serie das beste Preis-Leistungsverhältnis. Und wirklich finden sich in der Leistungsbeschreibung der Kamera fast alle bildqualitätsrelevanten Merkmale der teureren Schwestermodelle aus dem Hause Pentax wieder. Im Praxistest interessierten mich die technischen Daten jedoch nicht. Ich wollte herausfinden, wie sich die Kamera im wirklichen Fotoleben schlägt.

Pentax K70 Test

Die K70 ist im Gegensatz zu meiner Canon 5D II geradezu winzig. Den relativ geringen Abmaßen steht jedoch ein verhältnismäßig hohes Gewicht entgegen. Dies liegt hauptsächlich am gut verarbeiteten Gehäuse mit zusätzlichen Dichtungen. Diese schützen das Kamerainnere vor Staub und Spritzwasser. Die Kamera kann somit bedenkenlos bei Regen einsetzt werden. Aus diesem Grund war sie im Urlaub auch an Tagen mit Regenaussicht mein ständiger Begleiter, obwohl sie letztlich keinen Regentropfen gesehen hat. Es ist ein gutes Gefühl, auf diese Situationen vorbereitet zu sein. So fototechnisch entspannt war ich das letzte Mal mit meiner sturzsicheren und wasserdichten Nikon AW1.

Für Sportaufnahmen ist ein schneller Autofokus notwendig. Die Kitesurf-Masters auf Usedom boten eine gute Gelegenheit, diesen zu testen. Im Zusammenspiel mit dem Zoom-Objektiv, einem HD PENTAX-DA 16-85mm f/3.5~5.6 ED DC WR, traf der AF der K70 schnell und zuverlässig.

Pentax K70 Test Usedom Ostsee Kitesurf Masters

Pentax K70 Test Usedom Ostsee Kitesurf Masters

Pentax K70 Test Usedom Ostsee Kitesurf Masters

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Mit dem verwendeten Objektiv ist die Kamera etwas kopflastig. Bei Verwendung des mitgelieferten Kameragurts hängt diese Kombi leider etwas traurig mit dem Objektiv herab am Hals. Ich habe mich für eine Handschlaufe entschieden. Mit dem kurzen Gurt konnte ich die Kamera gut in einer mittelgroßen Kameratasche transportieren.

Pentax K70 Test Kameratasche

Die Bildvorschau auf dem rückseitigen Display lies bereits vermuten, dass die K70 scharfe Aufnahmen liefert. Am heimischen PC staunte ich dann aber nicht schlecht. Die RAW-Bilder waren beeindruckend scharf und lösten auch keinste Details auf. Meine Sony NEX7 besitzt ebenfalls einen 24MP-Sensor. Ob nun Sensor oder Kit-Objektiv der Sony; die Bilder der Pentax K70 sind verglichen mit der bereits sehr guten Sony noch einmal schärfer und detailreicher. Dies wird zumindest in der 100-Prozent-Ansicht erkennbar. Über den Sinn und Unsinn von Pixelpeeping möchte ich an dieser Stelle lieber nicht weiter diskutieren.

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Bevor jetzt der Eindruck entsteht, ich würde die Pentax K70 aufgrund der kostenlosen Testmöglichkeit übermäßig loben, kommen wir zum Thema ISO-Empfindlichkeit. Und hier soll die K70, wenn man einschlägigen Berichten und Foren glaubt, besonders punkten. Überraschenderweise kann ich gerade dies nicht uneingeschränkt unterschreiben.

Pentax K70 Test Usedom Ostsee Heringsdorf Abend Beleuchtung Blumen

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Während abendliche Strand-und Sonnenuntergangsfotos einwandfrei abgebildet wurden, brachten andere Aufnahmen in der Dämmerung bei ISO 6.400 bereits sichtbares Bildrauschen. Zwar liegt es im Vergleich zu meinen eigenen APS-C-Kameras auf einem hohen Niveau; es ist aber nicht die von einigen Berichten gelobte gnadenlose Rauschfreiheit. Diese hatten meine Erwartungen zu Unrecht in die Höhe geschraubt. Es bleibt zu berichten, dass der Sensor der K70 auch mit wenig Licht gute Ergebnisse liefert. Wer noch bessere Ergebnisse benötigt, sollte zu vollformatigen Spezialisten wie der Sony A7S greifen.

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Ein weiterer Wermutstropfen ist das Thema Video. In den letzen Monaten entstanden die meisten meiner Videos mit dem Smartphone. Dies sollte sich auch in diesem Urlaub nicht ändern. Obwohl die Pentax sogar ein externes Mikrofon verwenden kann, hinterläßt der Autofokus im Videobetrieb einen durchwachsenen Eindruck. Bei meinen Aufnahmen pumpte der Autofokus zu sehr. Die Gesichtserkennung, die im Fotobetrieb einwandfrei funktioniert, arbeitet unter Video nicht fehlerfrei. Vielleicht hätte ich mit mehr Übung noch bessere Ergebnisse erzielen können. Da Video aber nicht mein Hauptaugenmerk war, habe ich es bei den wenigen Versuchen belassen.

Der Urlaub ist vorbei. Die Kamera ist bereits wieder bei Ricoh/Pentax.

Vermisse ich die Kamera bereits? Würde ich sie mir kaufen?

Wer das Prinzip Spiegelreflex mag und auf Video verzichten kann, bekommt für ca. 700,- Euro eine leistungsstarke und robuste Kamera (Body). Der stabilisierte Sensor bleibt in der Spiegelreflexwelt meines Erachtens weiter Pentax vorbehalten. Damit können auch ältere Objektive ohne eigenen Stabi problemlos verwendet werden.

Pentax K70 Test Body

Ich selbst habe aktuell keine „Kameralücke“, die den Kauf einer Pentax K70 rechtfertigen würde. Mit der analogen Pentax MX besitze ich bereits eine Kamera mit klassischem Design aus dem Hause Pentax. Ich muss zugeben, dass mir das APS-C-Flagschiff Pentax KP rein äußerlich mehr zusagt. Diese Liebhaberei würde mit ca. 1.000,- EUR Straßenpreis für den KP-Body noch einmal deutlich teurer ausfallen.

Wer eine sehr gute Spiegelrelexkamera zum Fotografieren sucht, sollte sich neben den bekannten Modellen aus dem Hause Nikon oder Canon unbedingt auch die Pentax K70 ansehen!

Aufgenommen mit:

 

Die lange Nacht der Wissenschaft in Magdeburg 2018 ( Canon 5D Mark II )

Die lange Nacht der Wissenschaft Magdeburg 2018

Zumindest die lange Nacht der Wissenschaft konnte die DSGVO nicht verhindern. Die aktuelle Datenschutzvorgabe, keine erkennbaren Menschen ohne deren Einverständnis abzulichten, macht das Fotografieren auf gut besuchten Veranstaltungen fast unmöglich (zumindest, wenn man die Ergebnisse hier zeigen möchte).

Ein paar Impressionen vom dunklen Wissenschaftshafen gibt es aber doch noch:

Markkleeberger See ( Canon 5D Mark II )

Der Markkleeberger See

Sonnenuntergänge sind am Wasser besonders schön.

So machte auch der Sonnenuntergang am Markkleeberger See keine schlechte Figur. Am Tage läd der See zu Sport und Spass ein. Ein Kletterpark ist in direkter Nähe. Am Abend hat man eine schöne Aussicht in Richtung Leipzig.

Kanupark-Markkleeberg ( Canon 5D II )

Kanupark-Markleeberg

Der Kanupark-Markkleeberg ist Austragungsort internationaler Wassersport-Wettkämpfe.

Vor Ort bot sich jedoch erst einmal ein rostbrauner und trostloser Anblick. Mächtige Pumpen verwandeln die wasserlose Strecke dank 10-15 Kubikmetern Wasser pro Sekunde in wenigen Minuten in ein optisch und akustisches Erlebnis.

Den Ritt auf dem Wasser haben wir an diesem Tag nicht gewagt; jedoch für ein späteres Mal fest vorgenommen. Wie man sich sicher und elegant auf dem Wasser bewegt, zeigte dann ein Profi.

Aussichtsturm Bistumshöhe mit iPhone SE

Aussichtsturm Bistumshöhe

Bei schönem Wetter schaut man weit über den Freizeitpark Belantis hinaus. Der mühsame Aufstieg auf den Aussichtsturm Bistumshöhe wird mit einer tollen Aussicht belohnt.

Auf einer Radtour am Cospudener See nahe Leipzig konnten wir der Verssuchung nicht widerstehen und erklommen den frei zugänglichen Aussichtturm.