Sigma DP1S zum Abend an der Sternbrücke Magdeburg

Eine Sigma DP1S sieht schwarz

Dass ich einen Narren an der alten Sigma DP1S gefressen habe, zeigten einige der zurückliegenden Beiträge. In den letzten Posts mit Bildern aus dieser kleinen Kamera-Diva habe ich das Thema Technik nicht weiter betont. Letztlich ist es egal, aus welcher Kamera das Bild kommt.

Zu einem Treffen mit einigen "Magdeburger-Fotographierer" an der Magdeburger Elbe hatte ich das alte Schätzchen jedoch mit in der Tasche.

Die Kamera ist bekanntlich eine "Gut-Wetter-Kamera" und benötigt viel Licht. Für Aufnahmen in den Abendstunden war sie somit nicht gerade die erste Wahl. Als die Dichte an hochwertigen Vollformat-Kameras um mich herum jedoch anstiegt (mehrere Canon 5D's), kam das "Jetzt-erst-Recht" in mir hoch. Fast alle Aufnahmen an diesem Abend erfolgten mit der Sigma Baujahr 2009.

Hat es funktioniert? Meine eindeutige Antwort ist "... Jein"! ;-)

Auf dem Stativ sind längere Belichtungszeiten mit der Kamera grundsätzlich kein Problem. Bis zu 15 Sekunden kann die Kamera belichten. Mit ISO50 kommt man an dieses Limit auch schnell heran.

Tagsüber produziert die Kleine bei ISO 50 und 100 rauschfreie Aufnahmen. Bei höhreren Empfindlichkeiten nimmt das Rauschen jedoch schnell zu. Durch die längere Belichtungszeiten konnte ich die ISO-Zahl zwar niedrig halten, jedoch zeigt die Kamera bei Dunkelheit eine eindeutige Tendenz zur Überbelichtung. Auf dem relativ schlechten Display der Kamera war dies nicht sofort zu erkennen. Ansonsten hätte ich hier konsequent mit einer Blende wenige belichtet und ggf. in der Nachbearbeitung etwas mehr Reserve gehabt. Denn bekanntlich sind ausgebrannte (überlichtete) Bildbereiche unwiderruflich verloren.

Und trotzdem überzeugt mich die Sigma DP1S wieder einmal mit ihren typischen Farben; ob nun ausgebrannt oder nicht. Auf einigen Bildern hat die partielle Überbelichtung der untergehenden Sonne durchaus eine künstlerische Note.

Sigma DP1S zum Abend an der Sternbrücke Magdeburg

Sigma DP1S zum Abend an der Sternbrücke Magdeburg

Sigma DP1S zum Abend an der alten Stadthalle Magdeburg

Sigma DP1S zum Abend am Albinmüller-Turm Magdeburg

Sigma DP1S zum Abend an der ElbpromenadeMagdeburg

Sigma DP1S zum Abend an der Hubbrücke Magdeburg

Sigma DP1S zum Abend an der Elbe mit Blick auf Magdeburg

Aufgenommen mit meiner Sigma DP1S:

Chromselfies

Auf der von mir traditionell besuchten Motorrad&Roller, einer Messe rund um Zweiräder in den Magdeburger Messehallen, gab es auch neben einigen Neuheiten in diesem Jahr wieder viel Bekanntes zu sehen.

Da ist es nicht verwunderlich, wenn man auf dumme Ideen kommt und beginnt, Chromselfies von sich und der Begleitung zu machen.

Chromselfie Fujifilm X100 Motorrad Tank

Chromselfie Fujifilm X100 Motorrad Hinterrad

Mit diesem Motorrad ist man eigentlich immer auf dem Holzweg:

Motorrad&Roller Messe Magdeburg Holzrad Fujifilm X100

Und wer meint, dass nur Leica mit dem roten Punkt um Aufmerksamkeit buhlt:

Motorrad&Roller Messe Magdeburg Moto Guzzi Fujifilm X100

Aufgenommen mit meiner Fujifilm X100:

Elbe Schönebeck Frose Fujifilm X100 WCL-X100

Abend an der Elbe

Positionswechsel sind immer gut. ;-) Auch stromabwärts gibt es an der Elbe noch ein paar leicht erreichbare Buhnen.

Elbe Schönebeck Frose Fujifilm X100 WCL-X100

Elbe Schönebeck Frose Fujifilm X100 WCL-X100

Elbe Schönebeck Frose Fujifilm X100 WCL-X100

Elbe Schönebeck Frose Fujifilm X100 WCL-X100

Elbe Schönebeck Frose Fujifilm X100 WCL-X100

Aufgenommen mit meiner Fujifilm X100:

Sonne an der Elbe

Die Februartage haben endlich etwas Frühlingshaftes. Statt geschlossener Wolkendecke scheint sichtbar die Sonne.

Elbwiese Schönebeck Fujifilm X100

Bilder der Elbe und der Elbbrücke waren hier bereits mehrfach zu sehen; heute jedoch einmal von der anderen Seite des Wasserlaufes.

Buhne Elbe und neue Elbbrücke Schönebeck Fujifilm X100

Alte Elbbrücke Schönebeck Fujifilm X100

Baum Elbwiese Schönebeck Fujifilm X100

Aufgenommen mit meiner Fujifilm X100:

Schnee gibt's woanders

Während die höher gelegenen Teile Europas aktuell im Schnee versinken, blieben wir davon bisher verschont. Obwohl der verschneite Brocken nur knapp eine Autofahrstunde entfernt ist, kann man das wenige Weiß hier kaum als Schnee bezeichnen. Dies ist für die Kinder ein wenig schade; ein paar Flocken habe ich dann aber doch noch vor dem Tauen erwischt.

Man beachte bitte, dass die Sonnenuhr im Kurpark aktuell auf die Minute genau geht! ;-)

... und natürlich fotografiert man Schnee(reste) in schwarz/weiß ...

Kurpark Schönebeck Salzelmen Sigma DP DP1 DP1S

Kurpark Schönebeck Salzelmen Sigma DP DP1 DP1S

Kurpark Schönebeck Salzelmen Sigma DP DP1 DP1S

Kurpark Schönebeck Salzelmen Sigma DP DP1 DP1S

Kurpark Schönebeck Salzelmen Sigma DP DP1 DP1S

Kurpark Schönebeck Salzelmen Sigma DP DP1 DP1S

Kurpark Schönebeck Salzelmen Sigma DP DP1 DP1S

Aufgenommen mit:

Strand Markgrafenheide Richtung Warnemünde Sigma DP1S

Das war das Jahr 2018

Das Jahr ist vorbei - ein neues Jahr hat begonnen - "The same procedure as every year!".

Zu den letzten beiden Jahresenden habe ich hier jeweils meine "Kamera des Jahres" beschrieben. Erst war es die Leica X2. Diese verkaufte ich wenige Monate danach. Letztes Jahr kürte ich die stets unterschätzte Nikon 1V1 zu meinem Jahresfavoriten. Danach habe ich die kleine Nikon nur noch selten in den Händen gehabt ... ein Fluch? ;-)

Ein Hoch auf Statistiken. Von eigener Hand selbst gefäscht kann man diesen ja bekanntlich vertrauen. Mit der Pentax-MX1 und der Lumix LX5 habe in in diesem Jahr gefühlt meinen Respekt vor auch kleineren Sensoren ausgedrückt. Da überraschte es mich dann doch sehr, dass lt. Lightroom mit der Canon 5D II ein großer Vollformat-Sensor die meisten Bilder lieferte. Auf Familienfesten kam das Arbeitspferd verstärkt zum Einsatz und lieferte gleich eine Vielzahl an Bildern.

Sollte ich nun auch in diesem Jahr eine Kamera zur "Kamera des Jahres" küren?

Viele Blogs führen eine solche Bewertung und Empfehlung aus. Nicht selten orientieren sich andere Fotografen an diesen Lobeshymnen und sehen sich in den keimenden Kaufabsichten bestätigt. Nicht selten werden zum Jahresende werbewirksam Kamerasysteme vorgestellt, die kurz vor dem Jahresende die Spitze des Technologiefortschrittes darstellen.

Damit konnte und will ich auch künftig nicht dienen.

Ich habe in diesem Jahr eine sehr gute Kamera testen dürfen. Die Pentax K70 (siehe Blogbeitrag) gefiel mir (mit den Abstrichen im Videobereich) sehr gut. Im damaligen Bericht habe ich versucht, meine Euphorie etwas zu dämpfen. Der Bericht sollte glaubwürdig bleiben. Im Nachgang bin ich der Meinung, den Pentaxianern gegenüber unnötig zurückhaltend gewesen zu sein. Die Pentax K70 ist die bis heute beste APS-C-DSLR, die ich in den Händen gehalten habe. Nach einigen Monaten begeistern mich die Bildergebnisse noch immer; eines davon begrüßt unsere Gäste bereits im Flur des Hauses.

Usedom Sonnenuntergang Pentax K70

Aufgenommen mit einer Pentax K70:
 

Doch die Pentax K70 ist nicht meine Kamera des Jahres. Dafür ist sie für die Linsen-Suppe traditionell viel zu neu und zu "massentauglich". ;-)

Wenn es eine Kamera gibt, die mich in diesem Jahr besonders beeindruckt hat, dann ist es die Sigma DP1S. Über die kleine Kamera mit dem Foveon-Sensor hatte ich mehrfach berichtet. Mit ihrer "gemütlichen Art" und den für 4.7MP überraschend scharfen Bildern passt sie besser in die Reihe der hier vorgestellten Jahreslieblinge. Sie hat technisch gesehen sicherlich nicht die besten Bilder geliefert. Einige meiner Lieblingsbilder kommen trotzdem aus dieser Kamera. Und machen wir uns nichts vor, auf einer reduzierten Bildbreite von 1.600 Pixel schwindet ein Großteil der Vorteile 10 Jahre aktuellerer Kameras.

Weitere Abendszene; diesmal aus der Sigma DP1S: Sonnenuntergang Kühlungsborn Ostsee Sigma DP1S

Ich lege mich also fest: Meine "Kamera des Jahres 2018" ist eine Kamera aus dem Jahre 2008. Natürlich schwingt hier eine Portion "Jetzt erst recht" mit, während in den Foren über den dringend notwendigen Ersatz für eine 3 Jahre alte bzw. "völlig veraltete" Kamera philosophiert wird.

Ich wünsche allen Freunden, Bloglesern und Menschen hinter den Kameras alles Gute für 2019 und viel Spaß bei Ihrem Hobby.

Euer Mario

PS. Ein fotografischer Ausklang des Jahres 2018 an der Ostsee. Alle Bilder aufgenommen mit der Sigma DP1S.

Strand Markgrafenheide Sigma DP1S

Strand Markgrafenheide Sigma DP1S

Strand Markgrafenheide Sigma DP1S

Strand Markgrafenheide Sigma DP1S

Strand Markgrafenheide Sigma DP1S

Strand Markgrafenheide Sigma DP1S

Strand Markgrafenheide Sigma DP1S Hafen Rostock Warnemünde Sonnenuntergang

Leider nur noch selten gebraucht erhältlich:

Mir kommt es hoch(kant)!

Bin ich der Einzige, der seine Bilder auf einem herkömmlichen Monitor oder Fernseher betrachtet?

In den letzten Wochen habe ich verstärkt im familiären Umfeld fotografiert und einmal mehr darauf geachtet, wie anderer Menschen fotografieren. Manchmal sogar zwangsläufig, wenn man die Kamera oder das iPhone einem Mitmenschen übergibt, um einmal selbst auf dem Familienfoto zu sein.

Und hier gibt es für die meisten Menschen scheinbar nur noch ein Format für ein Bild: Hochkant!? Egal, wie die aktuelle Situation es auch erfordert; der Handyfotograf greift in der Regel zum Hochkantformat!

Natürlich gibt es Momente, wo auch ich zum hochkantigen Format greife. Aber wenn sechs Personen auf einem Bild gemeinsam abgelichtet werden wollen, da geht der liebenswürdige Fremdfotograf noch einige Schritte zurück, damit auch alle Beteiligten auf das schmale Handybild passen. Das obere und untere Drittel der Aufnahme sind mit Straße und Himmel dann zwar leer, aber scheinbar ein notwendiges Übel der Aufnahme. Auf die Bitte, auch ein Bild im Querformat zu machen, erntet man dann oft einen verwirrten Blick. Scheinbar ist diese absolut ungewöhnliche Art des Fotografierens, bei der man sein Telefon um 90 Grad dreht und sogar einen natürlicheren und breiteren Blickwinkel erhält, sehr neu und irritierend. Manchmal ist dies scheinbar so verwirrend, dass man auf dem Bild neben den angeschnittenen Köpfen ohne Körper nur noch den sonst üblichen Himmel auf dem Bild hat. Der musste schließlich drauf; ist er ja sonst auch! ;-)

Bitte nicht falsch verstehen. Jeder soll so fotografieren, wie er es für richtig hält. Aber ich finde es sehr befremdlich, dass scheinbar nur noch wenige Bilder außerhalb des Handybildschirmes betrachtet werden. Auf einem heimischen Monitor oder Fernseher machen Bilder und Videos im Hochkantformat wenig Sinn (oder hängt mein TV daheim falsch herum?) Selbst das quadratische und beliebte Instagram fördert scheinbar das Hochkantformat, da die Bilder im Nachgang von der meist unteren und obereren Leere befreit bzw. beschnitten werden.

Auch ich nutzte das Hochformat. Aber nur dann, wenn es in der fotografischen Situation auch sinnvoll ist. Interessanterweise kommt es bei mir meist dann zum Einsatz, wenn ich es gerade nicht benötige; bei der Panoramaaufnahme. Hier bietet das Hochkantformat etwas mehr Höhe und Pixel. Die Breite wird durch die Anzahl der angefügten Aufnahmen bestimmt.

So, jetzt habe genug gemeckert. Zum Jahresende folgt in den nächsten Tagen noch eine kleine fotografische Jahreszusammenfassung. Natürlich im Querformat. ;-)

Eine paar extrabreite Aufnahmen vom Potsdamer Weihnachtsmarkt (kein Panorama, sondern 24mm-Weitwinkel im Format 1:2.35): Weihnachtsmarkt Potsdam 2018 - Brandenburger Tor - Canon G1X II

Weihnachtsmarkt Potsdam 2018 - Lange Meile - Canon G1X II

Weihnachtsmarkt Potsdam 2018 - Lange Meile - Canon G1X II

Weihnachtsmarkt Potsdam 2018 - Süßes - Canon G1X II

Aufgenommen mit:

Herbstlaub Blätter Sigma DP1

Dann schaue ich halt hoch

Eigentlich sollte es schön werden. Doch auf der Aussichtsplattform des Schlosses Wernigerode blies ein kalter Wind.

Die Sonne war zwischenzeitlich herausgekommen. Noch sah die Gegend trüb aus und über der Stadt Wernigerode lag ein leichter Schleier. Dies klingt im ersten Moment sogar fototechnisch interessant. Aber die aufgenommenen Landschaftsaufnahmen sahen einfach nur langweilig aus. Da sich der Himmer schnell aufklärte, warteten wir noch eine Weile. Aber am Dunst änderte sich einfach nichts.

Und was macht man, wenn man nicht nach unten fotografieren kann? Richtig! Man schaut nach oben. Hier ein paar Schlossperspektiven in Richtung Himmel. Wer sich an stürzenden Linien stört, kann an dieser Stelle abschalten. ;-)

Schloss Wernigerode Sigma DP1S DP1 DP

Schloss Wernigerode Sigma DP1S DP1 DP

Schloss Wernigerode Sigma DP1S DP1 DP

Schloss Wernigerode Sigma DP1S DP

Schloss Wernigerode Sigma DP1S DP1 DP

OK, zur Orientierung hat man dann doch schon einmal zur Seite und auf den Boden geschaut. Dabei habe ich einen standesgemäßen Briefkasten gefunden.

Schloss Wernigerode Sigma DP1S DP1 DP

Beim Abstieg ist ein Blick nach unten auch nicht verkehrt. Das farbenfrohe Herbstlaub sieht nicht nur toll aus, sondern ist auch schön rutschig glatt.

Schloss Wernigerode Sigma DP1S DP1 DP

Pixelpeeper und Fans aktuellster Technik kann ich wieder einmal vertrösten. Obwohl noch größeres Besteck in der Tasche, stammen diese Aufnahmen erneut aus der antiken Sigma DP1S. Die machte, wie schon in den letzten Wochen, richtig Spaß und gute Bilder. So langsam muss sich Sigma hier mal melden, ob ich statt der betagten DP1S nicht auch mal etwas halbwegs Aktuelles aus Ihrem Hause einsetzen möchte. ;-)

Aufgenommen mit:

Lumix LX5 Oberseite

4x4 (4/4) - Ein Fazit zum Projekt und zur Lumix LX5

Bilder machen zu können, macht Spaß. Bilder machen zu müssen, ist anstrengend!

Zum abschliessenden Beitrag meiner kleinen 4x4-Reihe muss ich mich bereits zwingen. Die letzten Bilder entstanden kurz nach dem Urlaub.

In dieser kurzen Phase war die Lumix LX5 aus dem Hause Panasonic mein steter Begleiter. Ich kannte die Kamera durch das Schwestermodell Leica D-Lux 5 bereits gut. Für die 4x4 Aufnahmen war das Format fest auf 1:1 und S/W eingestellt. Die quadratischen Aufnahmen stellten keine besondere Herausforderung dar. Natürlich kann man dieses Format nicht bildschirmfüllend auf dem Monitor oder TV ansehen. Aber auch das gewohnte und häufig verwendete Bildformat 3:2 erzeugt in der Regel schwarze Ränder am linken und rechten Rand eines Bildschirms im Breitbildformat. Und wenn schon Rand, dann kann es künfig auch einmal häufiger das quadratische Format sein.

Aber muss es nun unbedingt aus einer LX5 kommen? Sicher nicht!

Der Schiebeschalter an der Oberseite des Objektes zur Auswahl des Formates erleichtert den Wechsel des Bildschirmverhältnisses ungemein. Das Foto wird dann auch nur nur in diesem Bereich dargestellt und samt RAW gespeichtert. Die Wahl des passenden Bildausschnittes sollte also bereits bei der Aufnahme gut gewählt sein. Durch die moderate Auflösung der LX5 (ca. 8MP bei 1:1) ist für eine spätere Auschnittsvergrösserung auch wenig Reserve. Diese Vorgaben zwingen den Fotografen, sich vor dem Auslösen Gedanken zu machen. Zumindest mir machte dies Spaß und schadet auch für das spätere Fotoleben nicht. Doch wäre es nicht auch mit dem iPhone und der Einstellung S/W 1:1 gegangen?

Die Vorteile der kleinen LX5 gegenüber dem Telefon sind:

  • ein größerer Sensor mit allen damit verbundenen Vorteilen (Lichtempfindichkeit, Freistellungsmöglichkeit ...)
  • ein optischer Zoom (im Falle der LX5 24-90mm gegenüber 28mm iPhone)
  • auswechselbarer Akku und Speicher

Den Vorteilen stehen für mich folgende Nachteile entegen:

  • eine weiteres Gerät zum herumschleppen (auch wenn es relativ kompakt ist)
  • die Bilder müssen für Internet, Mail und sozialen Netzwerke erst einmal auf ein geeignetes Gerät übertragen/eingelesen werden


Überraschenderweise waren die meisten Vorteile für mich dann doch wenig relevant. Eigentlich alle Bilder entstanden bei Tageslicht. Hier spielte der vergleichsweise große Sensor der LX5 keine Vorteile aus. Weiterhin habe ich bei fast allen Bildern einen weiten Bildwinkel gewählt. Von der Zoom-Fähigkeit der LX5 habe ich kaum Gebrauch gemacht. Auch hier wären die festen 28mm Brennweite des iPhones keine große Einschränkung gewesen. Im Rückblick hat das Arbeiten mit der kleinen LX5 durchaus Freude bereitet. Zumindest für dieses Projekt und die vorliegenden Aufnahmen hätte ich ohne Probleme auch das iPhone nutzen können. Doch darum ging es letztlich nicht. Hauptaufgabe war es, jeden Tag ein Bild zu machen und keinen Gedanken an das "richtige Werkzeug" zu verlieren. Dies hat wunderbar funktioniert. Viel entscheidener war für mich die Erkenntnis, dass ich kein Anhänger dieser Challenges bin, bei denen man über einen bestimmten Zeitraum täglich oder regelmäßig ein Bild machen muss.

Ich möchte Bilder machen, wann ich will. Und nicht, wenn ich muss. Da können auch mal Tage oder Wochen ohne ein Bild dazwischenliegen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass mich der Zwang zur Aufnahme fotografisch weiterentwicklelt. Jetzt kann natürlich das Argument fallen, für eine fotografische Weiterentwicklung war das Projekt viel zu kurz. An einer Überprüfung und Verlängerung habe ich jedoch nur begrenztes Interesse. :-)

Trotzdem fordere ich jeden Hobbyfotografen einmal auf, sich einem kleinen Projekt oder einer ähnlichen kleiner Reihe zu stellen. Schaden kann es nicht. Auch wenn man danach froh ist, glücklicherweise nicht gleich ein Jahresprojekt begonnen zu haben.

Lumix LX5 Schönebeck Bierer Berg Steintor

Lumix LX5 Plötzky Waldsee Wohnfaß

Lumix LX5 Stadtmauer Schönebeck Salzelmen

Lumix LX5 Ende des Projektes Relax


Aufgenommen mit:

Der Herbst ist da

Lange Monate wurden wir mit überdurchschnittlich hohen Temperaturen verwöhnt. Doch nun ist er da - der Herbst.
Und spätnachmittagige Spaziergänge zu dieser Zeit sind ja auch etwas Schönes.

Kurpark Schönebeck Bad Salzelmen Sigma DP1S

Kurpark Schönebeck Bad Salzelmen Rosengarten Sigma DP1S

Aufgenommen mit:

Wandbildfutter aus der Sigma DP1S

Ich habe gerade einen sehr schönen Artikel von Jörg Langer gelesen. Mit diesem Artikel fühle ich mich bestätigt, nicht grundlos in den letzten Wochen mit diesen "antiken" Kameras fotografiert zu haben.

Noch zwei Bilder aus der knapp 10 Jahre alten Sigma DP1S:

Sigma DP1S DP1 Kühlungsborn Hafen Sonnenuntergang

Sigma DP1 DP1S Leuchtturm Warnemünde

Alle Bilder aufgenommen mit:

Lumix LX5 4x4

4x4 (3/4)

Wie schon im letzten Beitrag der 4x4-Reihe erwähnt, fallen Aufnahmen in der Urlaubszeit mit genügend Zeit im Rücken leicht. Damit für diese Reihe jedoch nicht weitere Küstenbilder entstehen, habe ich für den dritten Teil ein Thema gesucht. Mit der Holzfigur auf der Promenade war das Thema "Kopf" gefunden.

Lumix LX5 4x4 Kopf Holzkopf

Lumix LX5 4x4 Kopf Fischkopf Fischkopp

Lumix LX5 4x4 Kopf Selberkopf

Lumix LX5 4x4 Kopf kopflos


Aufgenommen mit:

4x4 mit der Lumix LX5

4x4 (2/4)

Teil 2 meines kleinen Fotoprojektes 4x4 mit quadratischen S/W-Bildern aus der Lumix LX5:

Musste man sich an Arbeitstagen noch zum Abliefern eines täglichen Fotos zwingen, fällt die Fotoausbeute an Wochenend- und Urlaubstagen wesentlich leichter aus. In den nächsten Tagen lieferten Ostsee und die Kühlungsborner Kulisse viele Möglichkeiten. So kam ich schnell zu dem Luxusproblem, welches Bild denn nur als Tagesfoto zählen solle. Die Aufnahmen entstanden, wenn auch örtlich nahe gelegen, an unterschiedlichen Tagen.

Thema "Mehr Meer":

4x4 Lumix LX5 Strand Kühlungsborn

4x4 Lumix LX5 Hafen Kühlungsborn

4x4 Lumix LX5 Hafen Kühlungsborn

4x4 Lumix LX5 Strand Kühlungsborn


Aufgenommen mit:

Lost Place - Matthias Photography

Ich freue mich sehr, dass mit Matthias auch der dritte Fotograf unseres Lost-Place-Ausfluges mit seiner Vorstellung und seinen Bildern den Bericht abrundet.

Matthias Photography: Ich bin Matthias und schon seit vielen Jahren fotografisch aktiv. Für mich eines der Schönsten Hobbys überhaupt und der Perfekte Ausgleich zum oft stressigen Alltag. Der Blick durch den Sucher eröffnet eine eigene Welt und ermöglicht es mir die Dinge so darzustellen, wie ich sie sehe. In jedem Bild steckt ein klein wenig Persönlichkeit des Fotografen und genau das macht jedes Bild individuell.
Ich kann gar nicht fest machen wo meine Schwerpunkte liegen, aber Architektur ist es mit Sicherheit nicht. Meine letzten Streifzüge durch „Lost Places“ liegen auch schon eine Weile zurück. Somit war ich sehr erfreut als der Vorschlag zu einem kleinen Fotoausflug zum Heeresbekleidungsamt bei Bernau in meinem Maileingang landete.
Ein riesen Areal mit imposanten Gebäuden, welche offensichtlich seit Jahrzehnten sich selbst überlassen sind. Auf der Suche nach tollen Motiven begegnen einem auch immer wieder tolle Graffitis. Bei manchem fragt man sich warum der Künstler sich so viel Mühe macht, für eine Wandmalerei, welche wahrscheinlich nur wenige Menschen zu Gesicht bekommen.
Ich habe versucht einige Eindrücke mit manuellem Billig-Glas und Plastikzoom einzufangen und freue mich meine Eindrücke hier mit euch teilen zu dürfen.

Matthias Photography - Fenster

Matthias Photography - Fenster

Matthias Photography

Matthias Photography

Matthias Photography

Matthias Photography

Matthias Photography

Matthias Photography

Panasonic Lumix LX5 mit Schiebeschalter für Formatumstellung

4x4 (1/4)

Bevor es an den darauffolgenden Tagen in den Urlaub gehen sollte, standen zunächst die ersten Aufnahmen an normalen Arbeitstagen an. Hier zeigt sich, dass bereits eine tägliche Aufnahme etwas Kreativität oder Kompromissbereitschaft bedarf.

Panasonic LX5 S/W 4x4 Kürbis Halloween

Panasonic LX5 S/W 4x4 Freie Fahrt

Panasonic LX5 S/W 4x4 Freie Garagen

Panasonic LX5 S/W 4x4 Freie Tischplatte aus Bronze


Aufgenommen mit:

Panasonic DMC-LX5 LX5 Lumix Frontansicht

Lumix LX5 und 4x4

Quadratisch - Praktisch - Gut. Dies ist nicht nur die Schokolade eines sportlichen Süßwaren-Herstellers, sondern auch der Großteil der Instagram-Bilder.
In der Regel nutzt man dort das quadratische Format, welches ich persönlich auch sehr mag. Wer nicht direkt mit dem Smartphone und Instagram fotografiert, beschneidet eine vorhandene Aufnahme per Hand oder übernimmt den oft bereits sehr stimmigen Vorschlag der App.
In fast allen Smartphones und herkömmlichen Kameras kann man das Format für die Aufnahme bereits im Vorfeld bestimmen. Während die Formatwahl bei einigen Smartphone-Anwendungen bereits auf den ersten Blick ins Auge fällt, versteckt sich die Formatumschaltung bei vielen Kameras in einem tieferen Untermenü. Die LX-Serie von Panasonic und die D-Lux-Reihe aus dem Hause Leica besitzen hier einen großen Vorteil. Auf der Oberseite des Zoomobjektives kann man mittels eines kleinen Schiebeschalters das gewünschte Format direkt einstellen.

Panasonic DMC-LX5 LX5 Lumix Ansicht oben

Während einer Phase des Leica-Aufrüstwahns wechselte ich von D-Lux 5 über D-Lux 6 zur Leica X2. Letztere besaß diese sehr praktische Einstellhilfe in ihrer puristischen Ausstattung bereits nicht mehr.
Die LX-Kameras aus dem Hause Panasonic ähneln sehr den D-Lux-Produkten von Leica. Dies ist kein Zufall; die Kameras wurden in Zusammenarbeit entwickelt und nur noch für die jeweilige Marke individualisiert. In den meisten Funktionen stimmen die jeweiligen Paare überein. Durch Zufall kam ich an eine Lumix LX5. Diese besitzt, wie auch die Leica D-Lux 5, noch einen CCD-Sensor. CCD-Sensoren wurden in den jeweiligen Folgemodellen durch CMOS-Sensoren ersetzt und werden (CMOS) heute in fast allen Kameras eingesetzt. Während CMOS-Sensoren deutliche Vorteile in der Lichtempfindlichkeit besitzen, schwärmen viele Besitzer von CCD-Kameras von der besseren Farbdarstellung des CCD-Sensors. Auch in der S/W-Konvertierung machen CCD-Sensoren eine gute Figur. Mein leider zwischenzeitlich verstorbener Fotofreund Victor riet mir damals inständig vom Wechsel der CCD-D-Lux 5 zur CMOS-D-Lux 6 ab. Leider hörte ich nicht auf ihn. Diesen Fehler konnte ich mit dem preiswerten Erwerb der Lumix LX5 nun etwas berichtigen.
Was will man mit einer LX5, wenn man auch "richtige" Kameras besitzt? Ganz einfach: Man möchte Spaß haben. Statt schwerer Kamera passt die kompakte Lumix unterwegs als Ergänzung des iPhones in die Jackentasche und bietet mit einer Brennweite von 24-90mm neben einem guten Weitwinkel auch etwas optische Zoomreserve. Hauptgrund für die Anschaffung ist aber der Ansporn, mit der Kamera fertige S/W-Bilder im quadratischen Format zu produzieren, die ohne große Anpassungen direkt für Instagram verwendet werden können.
Um die Sache etwas interessanter zu machen, habe ich daraus eine kleine Mini-Challenge gemacht. Angelehnt an das quadratische Format möchte ich im Oktober mit "4x4" an 16 aufeinanderfolgenden Tagen täglich ein Bild mit dieser Kamera machen und im Nachgang als kleine 4er-Serie veröffentlichen.

PS. Neben dem Leica-Objektiv werkelt ein zusätzlicher Leica-Geist in der Kamera. Bei einem Besuch bei Fotofreund Hartmut Gräfenhahn in Berlin erbte ich den originalen Leica-Akku seiner Leica D-Lux 5. Diese war leider einem Wasserschaden zum Opfer gefallen. Akku und Ladegerät leisten mir jetzt gute Dienste.

Lost Place - Hartmut Gräfenhahn

Kein Foto wird zweimal gemacht. Auch am selben Ort entstehen von anderen Fotografen Bilder, die sich von meinen Fotos auch stilistisch unterscheiden. Ich freue mich sehr, dass Hartmut Gräfenhahn eine kleine Auswahl seiner Bilder des Lost Places hier vorstellt.

Hartmut Gräfenhahn: Ich fotografiere seit meiner Jugend. Momentan sind meine Schwerpunkte Portrait- und Bokehfotografie. Bei Lost Places fasziniert mich die gleichzeitige Präsenz von Vergangenheit und Zukunft. In den verlassenen Gebäuden weht der Geist der Vergangenheit in Form alter Untertapete mit Zeitungen und zurückgelassenen Kleidungsstücken. Gleichzeitig erobert die Natur, Vandalismus und unglaublich kreative Streetartkunst die verfallenden Räumlichkeiten. Wer zückt da nicht die Kamera?


Lost Places Hartmut Graefenhahn Stiefel

Lost Places Hartmut Graefenhahn Tapete Zeitung

Lost Places Hartmut Graefenhahn Uniform

Lost Places Hartmut Graefenhahn Baum in Dachrinne

Lost Place Hartmut Grafenhahn Das Auge

Lost Place Hartmut Grafenhahn Das Fenster

Eine Sigma DP1S in 2018 (3/3)

Bei genügend Licht fühlt sich die Sigma DP1S pudelwohl. Doch auch hier gibt es im wahrsten Sinn des Wortes "Licht und Schatten".

Die optionale Sonnenblende soll die Bildqualität bei schräg einfallendem Sonnenschein deutlich verbessern. Ich selbst besitze diesen aufsetzbaren Tubus nicht; trägt er doch an der Kamera sichtlich auf und beraubt der kleinen Kamera ihre Kompaktheit. Weiterhin zeigt sich auch beim Display das wahre Alter der Kamera. 230.000 Pixel auf 2,5 Zoll sind aus heutiger Sicht nicht mehr zeitgemäß. Zwar reicht der Monitor für die Komposition des Bildausschnittes durchaus aus, bei hellem Umgebungslicht wird das Fotografieren mit dem blendenden Display schnell zum Glückspiel.

Dass es aber trotzdem geht, zeigen die restlichen Bilder aus Berlin und die kurz darauf aufgenommenen Fotos auf der Landesgartenschau 2018 in Burg.

Regierungsviertel Berlin:

Berlin Regierungsviertel Sigma DP1S DP1 Foveon

Berlin Regierungsviertel Sigma DP1S DP1 Foveon

Berlin Regierungsviertel Sigma DP1S DP1 Foveon

Landesgartenschau 2018 Burg:

Landesgartenschau 2018 Burg Sigma DP1S DP1 Weinberg

Landesgartenschau 2018 Burg Sigma DP1S DP1 Blumen

Landesgartenschau 2018 Burg Sigma DP1S DP1 Hohler Stamm

Landesgartenschau 2018 Burg Sigma DP1S DP1 Erste Reihe Spielplatz

Landesgartenschau 2018 Burg Sigma DP1S DP1 Holzfiguren



Fazit

Die kleine Sigma hat mich nachhaltig positiv überrascht und in meiner Meinung bestätigt, dass das limitierende Element meist hinter der Kamera werkelt. Auch 2018 können sich die Bilder der fast 10 Jahre alten Sigma meines Erachtens durchaus sehen lassen. Durch den flächentechnisch großen Sensor und der damit möglichen Freistellung bietet die Sigma auch heute noch Vorteile gegenüber gängigen Smartphonekameras (auch wenn das Bokeh von einigen Handys heute schon künstlich errechnet wird).

Die pixelgenaue Auflösung der Aufnahmen mit dem 4.7-Megapixel-Foveon-Sensor kann man durchaus mit 10MP herkömmlicher Kameras vergleichen. Während der kleine Auflösungsvorsprung des Sensors von aktuellen Kameras zwischenzeitlich überholt wurde, bleibt den DP-Aufnahmen ein bestimmter Farblook erhalten. Diese "Foveon-Farben" sind auch heute noch in meinem Augen erkennbar. Zwar wurden die abgebildeten Fotos meist in Lightroom mit meinen Standardprofilen bearbeitet, doch bilden bereits die RAW-Bilder eine farbenprächtige Grundlage. Die internen JPGs der Sigma habe ich schnell vergessen. Zu viele Vorteile bietet das RAW in der Nachbearbeitung.

Für wen ist die Kamera heute noch geeignet? Als Hauptkamera wird die Sigma DP1S mit Sicherheit nicht eingesetzt werden. Lichtempfindlichkeit und Geschwindigkeit schränken den Einsatz ein. Wer jedoch wie ich oft mit einer 50mm-Festbrennweite unterwegs ist, kann statt zusätzlichem Weitwinkelobjektiv auch eine kleine Sigma einstecken, die dann auch noch als Backup eingesetzt werden kann. Zwar gibt es mit der Ricoh GR oder einer Fujifilm XF10 heute kompakte Alternativen mit einer Festbrennweite von 28mm; im Gegensatz zur preiswerten Sigma kosten diese jedoch mindestens 500,- EUR. Eine DP1S wechselt in eBay meist für 100-150 Euro den Besitzer.

Neben Preis und Bildqualität entscheidet letztlich oft ein anderer Punkt. Und dieser wichtige Punkt ist, ob man die Kamera gern in die Hand nimmt und benutzt. Und hier hat Sigma mit der urspünglichen DP-Serie einen kleinen Klassiker in die Welt gesetzt. Sigma geht mit der aktuellen Quattro-Reihe weiter einen sehr eigenwilligen Weg. Ob man diese außergewöhnlichen Kameras mag, ist letztlich eine sehr persönliche Entscheidung.

Alle Bilder aufgenommen mit:

Lost Place mit einer Sigma DP1S (2/3)

Lost Places fotografiert man grundsätzlich in schwarz/weiss!

So meint man, sieht es ein ungeschriebenes Gesetz der Fotowelt vor. Als ich am zweiten Tag unserer Fotoreise durch diese Ruinen lief, stand für mich schnell fest: Hier bliebt die Farbe im Bild!

Lost Place Sigma DP1S Farbe Graffiti

Nun spielen dunkle Innenszenen und hohe ISO-Zahlen der lichtschwachen Sigma DP1S nicht gerade in die Karten. Nach ein paar Versuchen war jedoch schnell klar, wo die Grenzen der alten Kamera unter diesen Bedingungen sind.

Da die Bildqualität ab ISO400 dramatisch abfällt, fielen einige dunkle Aufnahmen leider komplett aus. Der touristisch anmutende Kameragurt brachte einen großen Vorteil zu Tage. Der an ausgestreckten Händen gespannte Gurt bildete am Hals eine stabile Basis für Aufnahmen mit einer Belichtungszeit von bis zu 1/10s. Durch die weite Brennweite von 28mm fallen leichte Verwacklungen im Weitwinkel nicht so in's Gewicht. Ich staunte daher nicht schlecht, als ich Fotos auf dem rückseitigen Display mit solchen ungewohnt langen Belichtungszeiten betrachtete. Die Sigma hat wohlbemerkt keine Stabilisierung; hier war ein ruhiges Händchen bzw. ein straffer Gurt gefragt.

Lost Place Sigma DP1S Farbe Graffiti

Das Innere der Gebäude hielt einen interessanten Kontrast bereit. Auf den zerfallenden und bröckelnden Wänden bilden kunstvolle Graffitis einen frischen Kontrast zum alten Gebäude.

Für diese Art von Umgebung kauft man sich sicherlich keine solche lichtschwache Kamera. Ich nahm die Herausforderung aber an und finde, es sind ein paar interessante Bilder entstanden.

Lost Place Sigma DP1S Farbe Graffiti

Lost Place Sigma DP1S DP1 Ruine Farbe Graffiti

Lost Place Sigma DP1S DP1 Ruine Farbe Graffiti

Lost Place Sigma DP1S DP1 Ruine Farbe Graffiti

Lost Place Sigma DP1S DP1 Ruine Farbe Graffiti

Lost Place Sigma DP1S DP1 Ruine Farbe Graffiti

Mit der Zeit gewöhnt man sich etwas an die gemächliche Art der Kamera. "Entschleunigung" ist dabei schon geschmeichelt. Der nach dem Fokussieren kurz komplett einfrierende Bildschirm erinnert eher an "Stillstand". Und trotzdem macht die Sigma einfach großen Spass. Auch in bewohnter Umgebung sollten noch weitere Fotos entstehen.

Aufgenommen mit:

Sigma DP1S DP1 2018 Berlin Flughafen Tempelhof Landebahn

Die 4.7 Megapixel einer Sigma DP1S (1/3)

4.7 Megapixel machen glücklich. Dies ist meine Antwort auf die Frage, wieviele Megapixel (MP) man denn nun wirklich braucht, um fototechnisch glücklich zu sein.

Natürlich ist dies subjektiv. Wer viel Reserve für Ausschnittsvergrößerungen benötigt oder generell dem „Pixelpeeping“ frönt, wird damit nicht glücklich sein. Wer aber Fotos für den „herkömmlichen Gebrauch“ oder gar nur für die Darstellung im Internet benötigt, der kann auch mit wenigen MP zufrieden sein. Zu letzteren Gattung zähle ich mich.

Während die Standardauflösungen bei APS-C und Vollformat-Kameras heute meist bei 24 MP beginnt, war ich die letzten Tage mit einer fast 10 Jahre alten Sigma DP1S und einem Bruchteil dieser Auflösung unterwegs. Die werbewirksamen 14.1 MP sind effektiv nur 4.7 MP, da sich die 14.1 MP auf drei hintereinanderliegende Farbschichten beziehen. Das fertige Bild einer Sigma DP1S hat eine Auflösung von 2.640 x 1.760 Pixel (=4.646.400). Damit fühlt man sich pixeltechnisch um Lichtjahre zurückgeworfen. Zu einem Fotobesuch in Berlin begleitete mich nun diese kleine Kamera mit der 28mm-Festbrennweite. Sie sollte zeigen, ob sie auch in 2018 noch praktisch zu gebrauchen ist.

Die DP-Linie von Sigma ist für ihren hohen Stromverbrauch bekannt. Vor der Reise ergänzte ich daher den originalen Stromlieferanten um zwei preiswerte Akkus. Diese kosteten als Neuware jeweils nur um die 5,-EUR.
Fokus-und Gesamtgeschwindigkeit der Kamera beschreibt der Buchtitel „Die Entdeckung der Langsamkeit“ von Sten Nadolny treffend. Ich habe selten mit einer Kamera gearbeitet, die so langsam fokussiert, verarbeitet und speichert. Dem behäbigen Fotografieren steht jedoch ein Bildergebnis gegenüber, dass mich verblüfft hat.

Statt kamerainternen JPGs habe ich RAW-Bilder aufgenommen. Die verlustfreien X3F-Dateien sind mit ca. 15 MB zwar größer als JPG, werden jedoch klaglos von einer halbwegs aktuellen Lightroom-Versionen importiert und verarbeitet. Auf die Installation der Sigma-eigenen Software habe ich bewußt verzichtet.

Die Bilder der DP1S sind bereits unbearbeitet farbenfroh und kontrastreich. Mit meinem Standard-Workflow und der Verwendung eines vorhandenen Kameraprofils habe ich die Fotos noch etwas bearbeitet. Herausgekommen sind Bilder, die auch auf den zweiten Blick nicht an eine fast 10 Jahre alte Kompaktkamera erinnern. Zwar besitzt die Kamera weniger Pixel; doch dafür ist ein gelungenes Bild bis auf den letzten Pixel scharf. Wo Kameras mit höheren Auflösungen teilweise Pixelmatsch liefern, liefert der Foveon-Sensor der alten Sigma pixelscharfe Ergebnisse.

Um den Hals getragen, lief ich am Wochenende also wie ein „üblicher Tourist“ durch Berlin. Und wenn man mit anderen Fotografen unterwegs ist, taucht man sogar selbst einmal auf einem Bild auf:

Mario Heide Sigma DP1S Foto: Hartmut Graefenhahn (Fujifilm X-T1) - "Tourist Mario mit Sigma DP1S"

Bei strahlender Sonne entstanden die ersten Aufnahmen (alle Bilder auf 1.600 Pixel Breite verkleinert):

Sigma DP1S DP1 in 2018 Berlin Wasserturm Blog

Sigma DP1S DP1 in 2018 Berlin Bäume Blog

Danach machten wir uns auf den Weg zum Tag der offenen Tür des zwischenzeitlich geschlossenen Flughafens Tempelhof:

Sigma DP1S DP1 in 2018 Berlin U-Bahn Blog

Sigma DP1S DP1 in 2018 Berlin Hanger Flughafen Tempelhof Blog

Sigma DP1S DP1 in 2018 Berlin Abfertigungshalle Flughafen Tempelhof Blog

Am Abend dann noch einen kurzen Abstecher zum Potsdamer Platz:

Sigma DP1S DP1 in 2018 Berlin Potsdamer Platz Skyline Blog

Sigma DP1S DP1 in 2018 Berlin Sony Center Blog

Das Objektiv mit einer Anfangsblende von f4.0 benötigt, sofern man die Belichtungszeiten kurz halten möchte, schon etwas Licht. Tagsüber war dies ausreichend vorhanden.
Einen Tag später sollte es dann aber unerwartet viele Aufnahmen innerhalb von Gebäuden geben. Wie sich die Sigma DP1S hier schlug, zeigt sich im kommenden Bericht.

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