Corona und Schönebeck

Wirklich etwas gespenstisch, wenn man es mit der Kamera festhält und sich bewußt macht. Bis auf wenige Menschen, die ebenfalls etwas Bewegung im Freien suchen, bleibt der Großteil der Schönebecker daheim zuhause.

Vorbildlich! Danke!

Der Turmuhr wird anscheinend restauriert und stimmt leider nicht. Es war deutlich früher:
Schönebeck Bad Salzelmen Altes Rathaus Museum Corona menschenleer Menschenlos ohne Menschen

Schönebeck Bad Salzelmen Gradierwerk Corona menschenleer Menschenlos ohne Menschen

Schönebeck Elbe Elbbrücke Corona menschenleer Menschenlos ohne Menschen

Corona und Fotografie

"Corona wurde für Fotografen gemacht!", entgegnete mir vor ein paar Tagen ein befreundeter Hobbyfotograf. Dieser nutzt aktuell die Gelegenheit. Er fotografiert fast menschenlose Orte, welche sonst überlaufen sind.

Ich selbst nutze die Zeit eher für das Ausmisten des Fotoschranks. Was sich dort immer wieder ansammelt! ;-)

Bewegung muss sein! Auch in Zeiten von Corona sind kleine Fahrradtouren nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich empfohlen. Natürlich immer mit "Abstand halten" und "die aktuellen Regeln beachten". Dies sollte aber für niemanden ein Problem sein.

Etwas gruselig ist es dann aber schon, wenn Elbwiesen bei schönem Wetter fast menschenleer sind.

Bewegt Euch und bleibt gesund!

Steg Elbe Elbbrücke Schönebeck

Nein, das ist keine Kunst und kann weg

Der B&W600-Film für die Polaroid war wenige Tage später da. Acht Bilder sind im Set enthalten. Früher waren es noch zehn Aufnahmen.

Mit 16,- EUR liegt der Preis pro Bild also bei 2,- EUR. Ein Instax-Square-Bild kostet nur ungefähr die Häfte.

Hartmut hatte mich vor der "künstlerischen Note" der Plastiklinse gewarnt. Ich war gespannt, ob dieser Film der Polariod überhaupt neues Leben einhauchen würde. An "Kunst" war erst einmal nicht zu denken.

Polaroid 635 CL Supercolor 600 B&W Film

Nach dem Auspacken des in Aluminiumfolie geschützen Filmsets war es soweit. Durch Einschieben des neuen Films, der auch neue Batterien enthält, kam krächzend die Abdeckplatte des Sets motorisch als erstes "Bild" aus der Kamera herausgefahren. Das schwarze Stück Plastik sollte sich nicht als schlechtestes Bild erweisen.

Meine Frau musste als Modell für das erste Bild herhalten. Geduldig posierte Sie vor dem Küchenfenster. Doch obwohl die grüne LED an der Kamera Einsatzbereitschaft versprach, rührte sich auch nach mehrmaligem Betätigen des Auslösers nichts.

Na toll! Das Ding schien also doch kaputt zu sein!

Ziemlich enttäuscht hielt ich den Apparat in den Händen ... als er plötzlich erwachte und blitzend das erste Bild ausspuckte. Nach dem ersten Bild folgten wie von Geisterhand ausgelöst ein zweites ... dann ein drittes ... und auch ein viertes! Einen AUS-Schalter hat die Kamera nicht. Ich war erleichert, dass die Kamera nach dem vierten Bild, also der Hälfte der verfügbaren Aufnahmen, auch selbst wieder aufhörte.

Und so kam ich zu meinen ersten vier Bildern. Nur auf dem ersten Bild ist mit genügend "künstlerischem Blick" unsere Kaffeemaschine erkennbar. Es würde notfalls aber auch als Röntgenbild durchgehen. Die anderen drei Bilder sind teure weiße Motive auf weißem Rahmen. Kunst?

Polaroid 635 CL Supercolor teure Kunst und leere Bilder

Etwas unsicher, ob sich beim nächsten Druck auf den Auslöser auch die restlichen Bilder ähnlich unkontrollierbar aus der Kamera schießen, wagte ich es dann aber doch. Meine Frau also wieder ran an das Fenster und dann ... ein Auslöser ... ein Blitz ... ein Bild!

Anders als die Bilder der Instax sollen die Polaroid-Bilder lieber 20 Minuten im Dunklen entwickeln. Also wanderten die frischen Bilder erst einmal ins Innere einer Zeitschrift.

Für die Wartezeit revanchierte sich meine Frau mit einem Bild von mir. Die Kinder kamen dann einige Tage später vor die Plastiklinse. Die alte Kamera schien sich gefangen zu haben und funktionierte. Das etwas zensierte Ergebnis:

Polaroid 635 CL Supercolor teure Portraits

Natürlich ist ein analoges Bild in unserer schnellen und digitalen Welt zwischenzeitlich etwas Besonderes. So ist es auch beim Sofortbild. Es existiert nur dieses eine Original. Eine Vervielfältigung ist problemlos nicht möglich. Hinzu kommt sicherlich, dass man bei 2,- EUR Bildpreis auch nicht beliebig viele Bilder machen möchte. Man beschränkt sich halt.

In meinem Fall beschränke ich den Einsatz erst einmal auf diese vier Aufnahmen. Die Qualität der Aufnahmen ist mäßig. Da waren die Bilder der Instax deutlich schärfer. Dafür ist das Polaroid-Bild etwas größer als eine Instax-Square-Aufnahme. Die Polaroid-Bilder besitzen einen leichten Braunton und dadurch einen leichten Sepia-Look. Dies liegt mir persönlich nicht so.

Man kann auch mit einem Sofortbild künstlerisch aktiv werden. Aber ob es dazu die Polaroid 635 CL Supercolor sein muss? Nein, meine überwiegenden Bilder mit dieser Kamera waren keine Kunst und können weg!

B&W600:

Polaroid 635CL Supercolor

So war dies nicht geplant. Wider Erwarten besitze ich eine neue Kamera.

So richtig neu ist sie mit ca. 20 Jahren auf der Linse aber auch nicht. Das gute Stück fiel mir beim Ausräumen eines Nachbarhauses in die Hände.

Polaroid 635CL Supercolor Blog 2020 600er Film

Die Polaroid 635CL Supercolor ist eine Sofortbildkamera und wurde von 1986 bis 1992 gebaut. Sie verdaut Polaroid 600er-Filme. Ich war erstaunt, dass es noch (oder wieder) passende Sofortbildfilme für sie gibt. Statt ehemals 10 sind heute nur noch 8 Bilder in einer Kassette. Dafür gibt es neben Schwarz/Weiss und Farbbildern sogar Sets mit verschiedenen Rahmenfarben.

Ich habe mich kurzerhand für ein S/W-Set mit klassisch hellem Rahmen entschieden. Mit ca. 16,- EUR kostet das künftige Bild also um die 2,- EUR. Ich bin gespannt, ob die alte Kamera noch funktioniert. Neben den Bildern ist in den neuen Kassetten auch jeweils eine Batterie für den meist notwendigen Blitz eingebaut. Somit bin ich guter Hoffnung, dass mit der Kamera das eine oder andere Überraschungsbild entsteht.

Sollte etwas Zeigenswertes entstehen, werde ich es hier natürlich präsentieren.

Ich habe bestellt:

Ich sehe schwarz - B L A C K A R T s

Schwarz kann man genau genommen nicht sehen; maximal das Fehlen von Licht. Trotzdem hat sich "schwarz sehen" oder "schwarz malen" als negative Aussage durchgesetzt.

Wenn man schwarze Bilder mit überwiegend schwarzen Fotos kombiniert, hört sich dies im ersten Moment vielleicht nicht so spannend an. Auf der Doppelausstellung B L A C K A R T s von Jochen P. Heite und Holger Dülken im Magdeburger schauwerk wurde ich eines Besseren belehrt. Die überwiegend schwarzen Portraits Holger Dülkens und die Schwarz-in-Schwarz-Bilder des Malers Jochen P. Heites ergänzten sich perfekt. Das identische Format von 1 x 1 Meter unterstützte dies gewiss.

Einige Impressionen der Vernissage (Bild 1 Holger Dülken (links) und Jochen P. Heite (rechts)):

B L A C K A R T s Holger Dülken Jochen Heite Schauwerk Magdeburg Fujifilm X100

B L A C K A R T s Holger Dülken Jochen Heite Schauwerk Magdeburg Fujifilm X100

B L A C K A R T s Holger Dülken Jochen Heite Schauwerk Magdeburg Fujifilm X100

B L A C K A R T s Holger Dülken Jochen Heite Schauwerk Magdeburg Fujifilm X100

Aufgenommen mit Fujifilm X100: