Prag - Sigma DP1S Nachreiche

Falls es doch noch jemanden interessiert: Die Sigma DP1S blieb in Prag fast die ganze Zeit in der Tasche. Nur wenige Mal sah sie Licht. Doch wenn einmal losgelassen, zaubert der Foveon-Sensor sehr plastische Bilder mit typischem Kontrast und Farben.

Prag Wenzelsplatz Sigma DP1S

Prag Kafka Kopf Sigma DP1S

Aufgenommen mit meiner Sigma DP1S:

Fujifilm X10 in Prag - JPEGs reichen

Als es über Ostern nach Prag ging, stand nunmehr eine Fujifilm X10 zur Verfügung. Zusammen mit der X100 bildet sie ein sinnvolles und interessantes Gespann. Ich habe mich aber gegen das besagte Set entschieden. Mit der größeren X100 in der Tasche hätte ich wahrscheinlich viel zu selten zur kleinen Schwester X10 (oder ist es der Bruder?) gegriffen.

Als kompakte und sensortechnische Alternative habe ich die Sigma DP1S in die Tasche gepackt. Und das war auch gut so. Fast alle Aufnahmen habe ich mit der kleinen X10 gemacht und mir diese genauer anschauen können.

Der Wenzelsplatz bei Sonnenschein: Fujifilm X10 in Prag Wenzelsplatz

Zum Glück besitzt die Fujifilm X10 einen optischen Sucher. In Prag schien bei sommerlichen Temperaturen schonungslos die Sonne. Mit dem blendenden Display auf der Rückseite war man hier doch eingeschränkt. Dem optischen Sucher der X10 werden zwar keine Lobeshymnen nachgesungen; zur Wahl des Bildausschnittes ist das helle optische Element aber als Alternative gut geeignet. Der Bildausschnitt beträgt ca. 85 Prozent. Also ist auf dem späteren Bild letztlich immer etwas mehr zu sehen. Entweder man plant dies bereits bei der Aufnahme ein, oder man lässt sich somit etwas Reserve zum späteren Beschneiden.

Mit 12MP ist die Qualität für viele Anwendungsfälle erst einmal ausreichend. Verwendet man dann den hardwareseitigen EXR-Modus, reduziert sich die Auflösung auf 6MP. Hier stehen kaum noch Pixel-Reserven für einen späteren Beschnitt zur Verfügung.

Ich habe mir die normalen 12MP und den EXR-Modus auf die Benutzereinstellungen C1 und C2 gelegt. Diese sind mit dem Drehradschalter auf der Oberseite der Kamera schnell erreichbar. Tagsüber habe ich meist mit den 12MP fotografiert. Bei wenig Licht habe ich dann auf EXR mit 6MP gewechselt.

Runter in die Metro mit der Rolltreppe: Fujifilm X10 in Prag - Runter in die Metro per Rolltreppe

Die Bildqualität ist bei EXR und 6MP noch überraschend hoch und besitzt im Low Light deutlich weniger Rauschen. Ich habe mehrere Berichte gelesen, wo Anwender aus Bequemlichkeit den EXR-Modus permanent nutzen.

Ich bin ein großer RAW-Anhänger und bearbeite gern meine Bilder. Dies habe ich auch bei den Bildern der Fujifilm X10 machen wollen und parallel JPEG und RAW aufgenommen. Bei der späteren Anwendung meiner Standard-Bildprofile und Bearbeitung der RAWs in Lightroom fiel mir aber auf, dass diese tendenziell mehr rauschten und auch mit Nachschärfen an Qualität gegenüber dem JPEG einbüssten. Dies ist mir bisher noch bei keiner Kamera vorgekommen. Grund hierfür sind nicht nur die sehr gute JPEG-Engine der Kamera. Auch andere Anwender berichten, dass fremde RAW-Konverter Ihre Probleme mit dem EXR-Sensor der kleinen Fujifilm haben.

Ich habe mich deshalb entschlossen, hier nur JPEGs zu zeigen, wie sie tonal aus der Kamera fielen. Ich habe sie in Lightroom nur ggf. begradigt und verkleinert. Und ja, ein Wasserzeichen kam auch noch rein. ;-)

Da ich ursprünglich die RAW-Bilder verwenden wollte, habe ich tagsüber mit den Filmsimulationen der Kamera herumgespielt. Aus diesem Grund sind einige der Bilder auch Schwarz/Weiß mit aktiviertem Gelbfilter. Die restlichen Bilder sind in der lebendigen VELIVA-Filmsimulation aufgenommen.

Die originalen Farben und auch die Schwarz/Weiß-Kontraste gefallen mir überraschend gut. Ich habe schon überlegt, eine Challenge "1 Monat ohne RAW" zu starten. ;-)

Musik auf der Karlsbrücke: Fujifilm X10 in Prag - Musik auf der Karlsbrücke

Fujifilm X10 in Prag

Fujifilm X10 in Prag

Meine Tochter fand den Panda "gruselig"; er beobachtete uns ;-) : Fujifilm X10 in Prag

Und wenn man nicht erkannt wird, darf man sich auch verspielen: Fujifilm X10 in Prag

Der Kopf von Franz-Kafka (also die Skulptur) wiegt 39 Tonnen!!! : Fujifilm X10 in Prag - Franz Kafka

Fujifilm X10 in Prag  - Franz Kafka

Wieder bunt: Fujifilm X10 in Prag - Wasserpflanzen auf Innenhof

Fujifilm X10 in Prag

Fujifilm X10 in Prag

Fujifilm X10 in Prag

Fujifilm X10 in Prag

Und habe ich nun etwas vermisst? Nicht wirklich!

Die Bilder der Fujifilm X10 sind meines Erachtens an Größe und Alter des Sensors gemessen sehr gut. Um den Hals gehängt war die kleine und kompakte Kamera am Wochenende als Reisekamera sehr gut geeignet. An die Bildqualität einer APS-C oder gar Vollformatkamera kommt sie nicht heran. Muss sie auch nicht. Ich habe keinen der vorwiegend asiatischen Touristen beneidet, die sich mit Ihren kiloschweren Kamera-Boliden abmühten.

Alle Bilder direkt als JPEG aufgenommen mit einer Fujifilm X10:

Kamerawahn

Die Verkaufszahlen von Harley-Davidson brechen ein. Manch Anhänger dieser Kultmarke erfüllte sich in der zweiten Lebenshälfte mit dem Kauf eines Motorrades seinen Jugendtraum. Genau diese Käuferschicht scheint Harley-Davidson aktuell aus unterschiedlichen Gründen wegzubrechen.

Ein wenig fühle ich mich wie einer dieser wenigen Verbliebenen. Zwar habe ich kein Interesse an einer Harley, doch erfülle auch ich mir gelegentlich den einen oder anderen Jugendtraum. Waren es vor einigen Jahren noch verschiedenste Homecomputer, so sind es heute Kameras. Dabei habe ich diese nie gesammelt. Nach genügend Spielerei mit dem begehrten Stück wird schnell auch wieder Platz gemacht und in der Regel verlustfrei verkauft.

Im Vergleich zur aktuellen Kamerawelt war der für mich relevante Homecomputermarkt noch überschaubar. Neben C64 habe ich so auch Kandidaten wie den VC20, C16 oder C128 aus dem Hause Commodore neben Amstrads, Amigas, Apple und Ataris testen können. Böse Zungen behaupten, die guten Computermarken fangen mit einem „A“ an. Dem muss ich als Commodore-Fan widersprechen. ;-)

Meine Kamera-Chronik ist bereits lang. In letzter Zeit kamen aber einige Kameras hinzu, mit denen ich mich mehr oder weniger intensiv beschäftigt habe. Manchmal nur ein paar Tage, manchmal Monate. Letztlich sind es aber immer nur wenige Geräte, die ich zeitgleich besitze. Und im Gegensatz zu Harley ist dies auch finanziell eine überschaubare Sache. Zumindest bei mir, da ich mich eher für Digitalkameras abseits der aktuellen Serie interessiere. Immer schnellere Kamerazyklen lassen die Preise für gute Gebrauchtgeräte purzeln.

Die "Kompakten" unter sich: Kamerawahn Fujifilm Fuji X10 X30 X100 Sigma DP1S Olympus PEN E-P1

Man sagt, Kamerasammler seien keine guten Fotografen. Ich muss dem zustimmen. Man sollte sein Werkzeug schon gut kennen, um es richtig anzuwenden. Im besten Fall bedient man es blind. Dies funktioniert nur, wenn man es oft oder über einen längeren Zeitpunkt verwendet.

Trotzdem kann ich diesem „Spieltrieb“ auch etwas fotografisch Positives abgewinnen. Auf der einen Seite hat man mit einer neuen Kamera wieder einen guten Grund, fotografieren zu gehen. Auf der anderen Seite lernt man mit den Besonderheiten der jeweiligen Geräte auch immer etwas hinzu. Hat eine Kamera keinen eingebauten Blitz und man möchte einen externen Blitz verwenden, fängt man beispielsweise an, sich mit neuen Themen wie Blitzsynchronzeiten zu beschäftigen.

Also bitte nicht wundern, wenn in der Linsen-Suppe gelegentlich ein weiterer Kamera-Klassiker schwimmt und später nicht weiter erwähnt wird. Da wollte jemand nur mal spielen. ;-)

Wieder eine Kamera mit rotem Punkt

Ich habe wieder eine Kamera mit einem roten Punkt!

Doch wer meint, ich habe zu Leica "zurückgefunden", der irrt. ;-)

Nachdem ich in der kleinen Olympus Pen-PL9 zwar eine schöne Kamera, jedoch keinen dauerhaften Begleiter gefunden habe, bin ich über ein günstiges Gebrauchtangebot auf eBay gestolpert. Es ist eine Fujifilm X10.

Ich fand die kleine Kamera schon immer sehr interessant und möchte nun etwas mit ihr herumspielen. Da sie von der Bedienung her sehr an das große Modell X100 angelehnt ist, fühlte ich mich bei der kleinen Schwarzen schnell zu Hause. Um den Auslöser noch besser betätigen zu können, habe ich sie mit einem roten Auslöseknopf ausgestattet. Da ist er also; mein roter Punkt. ;-)

Fujifilm X10 roter Punkt Blog Fuji

Die Fujifilm X10 kam 2011 auf den Markt. Dem kleineren Sensor steht ein lichtstarkes Zoom-Objektiv von 28-112mm zur Seite. An einem Wochenende in Leipzig habe ich im frühen Abendlicht ein paar Aufnahmen mit der Kamera gemacht. Ich finde, die kleine Fuji macht einen guten Job.

Leipzig Innenstadt Fujifilm X10 MDR Tower Dämmerung

Leipzig Innenstadt Fujifilm X10 MDR Tower Dämmerung

Leipzig Innenstadt Fujifilm X10 MDR Tower Dämmerung

Leipzig Innenstadt Fujifilm X10 MDR Tower Dämmerung

Alle Bilder aufgenommen mit einer Fujifilm X10:

Bauwerke (nicht) für die Ewigkeit

Bauwerke wie die zuletzt abgebildete Elbbrücke sollen ja ein Weile halten. Bei diesem Natursteg am Felsensee in Pretzien habe ich da so meine Zweifel.

Egal, sieht trotzdem sehr schön aus ... und gehalten hat er auch. ;-)

Steg am Felsensee Pretzien Sigma DP1S

Steg am Felsensee Pretzien Sigma DP1S

Alle Bilder aufgenommen mit meiner Sigma DP1S: