Wildes Wasser - Kanupark Markleeberg

Im Kanupark Markeeberg bei Leipzig fahren nicht nur Kanus. Bereits letztes Jahr hatte ich hier ein paar Bilder vom Wildwasserkanal mit und ohne Wasser gezeigt.

Statt Kanus waren dieses Mal hauptsächlich Rafting-Schlauchboote unterwegs. Bei bestem Wetter war die Anlage gut besucht. Ich selbst bin nur deshalb um eine Raftingtour herumgekommen, da ich Aufnahmen vom erlebnishungrigen Teil der Familie gemacht habe. ;-)

Kanupark Markleeberg Leipzig Sigma DP1S

Kanupark Markleeberg Leipzig Sigma DP1S

Kanupark Markleeberg Leipzig Sigma DP1S

Kanupark Markleeberg Leipzig Sigma DP1S

Alle Bilder aus meiner Sigma DP1S:

Mittelmeer oder Leipzig ?

Zu einem Kurzurlaub über Pfingsten muss es nicht zwingend in die Weite gehen. Wenn ich mir die Bilder vom Störmthaler See so ansehe, kommt sogar etwas Mittelmeergefühl auf. Die Leiziger Seenlandschaft zeigte sich von der besten Seite und ist defintiv einen Kurzurlaub wert.

Störmthaler See bei Leipzig aus Sigma DP1S

Störmthaler See bei Leipzig aus Sigma DP1S

Störmthaler See bei Leipzig aus Sigma DP1S

Störmthaler See bei Leipzig aus Sigma DP1S

Auf Radwegen, gefühlt so breit wie die Autobahn, kann man den Störmthaler See auf einer Strecke von knapp 25km wunderbar umrunden.

Radweg um Störmthaler See bei Leipzig aus Sigma DP1S

Störmthaler See bei Leipzig aus Sigma DP1S

Störmthaler See bei Leipzig aus Sigma DP1S

Alle Bilder aus meiner Sigma DP1S:

Elbe, Kunst, Rost und Herrentag (Sigma DP1S)

Die Zeiten, in denen man den späteren Nachmittag eines Herrentages nur noch verschwommen mitbekommt, sind vorbei. Eine Fahrradrunde mit der Familie an die Elbe tut es aber auch.

Und so komme ich mit ein paar Motiven von der Elbe zurück, obwohl einige lustige und angeschwippste "Herren" durchaus ein sehenswertes Motiv gewesen wären. Lassen wir diese aus Gründen der Würde und des DSGVO lieber mal ohne Foto. ;-)

Mit dabei war statt iPhone die kleine kompakte Sigma DP1S.

Elbwiese Schönebeck Elbbrücke Sigma DP1S

Entlang des Elbe-Radweges gibt es einige Kunstwerke.

Kunst an der Elbwiese Sigma DP1S

Rostiges Kunstwerk an der Elbe Schönebeck Sigma DP1S

Rostige Kunst an der Elbe Sigma DP1S

Altes Holz an der Elbe Sigma DP1S

Den alten Speicher an der Elbe hatte ich als einen der ersten Beiträge hier auf der Linsen-Suppe. Damals noch mit meiner ersten Leica, einer D-LUX5 mit dem legendären CCD-Sensor (danach ging auch Leica in der kompakten Kameraklasse auf CMOS). Heute in schwarz/weiß aus einem Sigma-Foveon-Sensor:

Alter Speicher Schönebeck Sigma DP1S

Ein obligatorisches Herrentags-Selfie darf natürlich nicht fehlen. Dank Verzerrung und vorbildhaftem Helm sogar DSGVO-neutral. ;-)

Selfie mit Helm und Verzerrung Weltkugel Teutloff Schönebeck Sigma DP1S

Verantwortlich für die schönen Farben:

Bodetal - Gastbeitrag von Hartmut Gräfenhahn

Hartmut Gräfenhahn am 08.05.2019:

Bin ich in den Bergen, geht mein fotografischer Blick nicht nur nach oben, sondern auch nach ganz unten. In den Tälern fließt in der Regel ein Bergbach. Und wenn dieser nicht durch Menschenhand verändert wurde, zeigt sich oft eine archaische Wildheit. Nun ist es von Berlin leider etwas weit bis in die Alpen, aber auch im relativ nahen Harz finden sich die wilden und für mich sehr fotogenen Bergbäche.

Das Bodetal bei Thale ist ein solches wildes Bergbachtal. Hier hat man das (positive) Kunststück fertig gebracht, ein Naturkleinod behutsam touristisch zu erschließen. Nur der Eingang zum Bodetal hat Disneylandcharakter.

Am ersten Maiwochenende diesen Jahres war ich nun mit Mario und fünf weiteren Mitfahrern zur einem fotografischen Tagesausflug angereist. Meine Erwartungen und Erinnerungen von einem Besuch von vor ca. 20 Jahren wurden mehr als erfüllt. Technische Unzulänglichkeiten erschwerten jedoch meine Fotografie. Neben meinen beiden Fujis, dem 55-200, Stativ und ND-Filter hatte ich noch ein älteres Tokinazoom 12-24 mm aus Nikonzeiten, montiert an einen Fujibajonettadapter, dabei. Letzterer erwies sich als nicht lichtdicht. Zudem ließ die Schärfeleistung des 12-24 zu wünschen übrig. Eine adapterbedingte Dezentrierung? Sei es drum, die fotografische Ausbeute war geschmälert.

Bodetal Thale Hartmut Gräfenhahn

Noch kurz zu meinen Bildern. Das Thema flauschige Bergbachfotografie ist total abgegriffen. Fotografien von Bergbächen in Fotozeitschriften, Bildbänden und im Internet sind sehr häufig so fotografiert. Aber ich mag das sehr ..... .

Bodetal Thale Hartmut Gräfenhahn

Bodetal Thale Hartmut Gräfenhahn

Bodetal Thale Hartmut Gräfenhahn

Und dann hat noch Alzheimer zugeschlagen. Ich hatte in einem Anfall von Kreativität geplant, meine Bergbachfotografie mit einem ins Bild gehaltenen kleinen Spiegel zu variieren. Doch der Spiegel wurde vergessen und im dunklen Seitenfach meiner Fototasche ohne Einsatz einen ganzen Tag durch die Gegend getragen.

Hartmut Gräfenhahn



Anmerkung der Linsen-Suppe:

Besten Dank an Hartmut für die Fremdkost in der Linsen-Suppe. An diesem Tag gab es wohl eine kollektive Amnesie. Christian hatte sein Stativ vergessen. Ich hatte extra die wasserdichte Kamera meiner Tochter eingepackt, um an seichteren Stellen ein paar Bilder auf Höhe der Wasserlinie zu machen. Natürlich habe auch ich diese den ganzen Tag ohne weiteren Einsatz durch das Bodetal in meinem Rucksack geschleppt. ;-)

Es soll unscharf sein!

Scharfe Bilder machen kann ja mittlerweile Jeder! Es bedarf heute keiner hochpreisigen Profi-Technik, um Fotos zu machen, die auch auf den zweiten Blick knackig und detailreich sind.

Nach ein paar Erkältungstagen war ich froh, am Wochenende wieder etwas frische Luft schappen zu können. Mit befreundeten Fotografen aus Berlin sollte es in das Harzer Bodetal gehen. Dort wollten wir Naturaufnahmen machen. Die obligatorisch unscharfen und verwaschenen Bilder des Wasserlaufes sollten hier natürlich nicht fehlen. Obwohl ich diese Bilder sehr gern ansehen, habe ich stärkere Wasserströmungen auf diese Weise noch nie abgelichtet. Zwar ist die Elbe öfter mal im Bild, aber die Wasserbewegung ist doch eher "gemütlich" und weniger "spektakulär".

So soll es aussehen: Bodetal Harz Thale Bode Langzeitbelichtung iPhone SE

Etwas Hintergrundwissen zur Erstellung solcher Bilder für Neueinsteiger:

Die Aufnahmen entstehen mit einer längeren Belichtungszeit. Während die sich nicht bewegenden Felsen scharf abgebildet werden, verändert sich das Wasser durch das dynamische Fließen und der sich verändernden Lichtreflexionen im Laufe der Belichtung. Jeder von Euch hat sicherlich schon einmal ein Foto gemacht, auf dem eine sich bewegende Person vor einem scharfen Hintergrund unscharf ist. Wir wollen jetzt bewusst dieses verschwommene Wasser!

Damit dieser Effekt auch deutlich auftritt, sind Belichtungszeiten von mehreren Sekunden notwendig. Dafür ist ein Stativ unverzichtbar. Längere Belichtungszeiten sind an besseren Kameras und verschiendenen Smartphone-Apps einstellbar. Die lange Belichtungszeit sorgt aber auch für zu viel Licht auf dem Sensor. Das Bild wird überbelichtet und ist zu hell oder im schlimmsten Fall komplett weiß. Durch das Schließen der Blende kann man die Lichtmenge reduzieren. Dies reicht tagsüber aber noch immer nicht für eine Belichtungszeit von mehreren Sekunden. Für diesen Zweck kommen ND-Filter, auch Graufilter genannt, zum Einsatz. Es handelt sich um eine "Sonnenbrille" für die Kamera. Eine getönte Scheibe als aufgeschraubter Filter vor dem Objektiv läßt nur noch einen Bruchteil des Lichtes durch. Und auf diese Weise sind je nach Stärke des ND-Filters auch sehr lange Belichtungszeiten möglich.

Wenn man von aufwendigen Filterkontruktionen einmal absieht, werden zu bezahlbaren Preisen meist runde Objektivfilter angeboten. Für unterschiedliche Objektivgrößen und Durchmesser sind jeweilige Filter verfügbar. Ohne Filteradapter hat man dann schnell mal eine ansehnliche Menge an UV-Filtern, Pol-Filtern und ND-Filtern für unterschiedliche Objektive in der Fototasche.

Bei leicht bedecktem Himmel, also sehr schönen Lichtbedingungen, ging es in's Bodetal nach Thale.

Bodetal Bode Harz Thale Sigma DP1S

Ich habe zunächst mit der SIGMA DP1S gearbeitet und diese auch einige Male auf ein Stativ gestellt. Da sich an der Kompaktkamera mit ausfahrendem Objektiv ohne Umwege kein ND-Filter befestigen läßt, zeigt sich hier ohne ND-Filter die Grenze der Belichtungszeit durch Schließen der Blende. Die Belichtungszeiten blieben auch beim Wechsel auf ISO50 und der maximalen Blende 11 jeweils unter einer Sekunde. Für unser Ziel ist dies noch zu kurz.

Bodetal Bode Harz Thale Sigma DP1S

Bodetal Bode Harz Thale Sigma DP1S

Auch an diesem Tag lieferte die SIGMA Baujahr 2009 ordentliche Bilder ab. Die Belichtungszeiten blieben für die erwünschten "Flauschbilder" aber zu kurz. Ich habe deswegen nur noch ein paar "normale" Aufnahmen mit der Kamera gemacht.

Bodetal Bode Harz Thale Sigma DP1S

Bodetal Bode Harz Thale Sigma DP1S

Bis hierhin, vom ersten Beispielbild einmal abgesehen, stammen alle Bilder aus meiner Sigma DP1S:

Doch wer jetzt denkt, dass ich für die kommenden "Flauschbilder" das große Besteck mit Objektiven und ND-Filtern eingesteckt habe, der irrt. ;-)

Zum Einsatz kam ... mein iPhone!!!

Erst einmal die Bilder, dann die Erklärung:

Bodetal Bode Harz Thale iPhone SE

Bodetal Bode Harz Thale iPhone SE

Bodetal Bode Harz Thale iPhone SE

Bodetal Bode Harz Thale iPhone SE

Die Bilder sehen doch ganz gut aus. Oder?

Ich hatte einfach keine Lust, das zusätzliche Glas mitzuschleppen und vor Ort dann permanent zu wechseln. Aus diesem Grund habe ich das iPhone auf das Stativ gestellt und mit der APP "Slow Shutter" aufgenommen. Technisch gesehen kann das iPhone hier nicht mit verstellbaren Blende oder einem vorhandenen ND-Filter dienen. Vielmehr nimmt das iPhone ein Video auf. Die Einzelbilder des Videos werden dann verrechnet und bringen den erwünschten verwaschenen Effekt.

Das iPhone macht also doch unscharfe Aufnahmen. Ich habe es immer gewusst! ;-)