Weihnachtsoffensive gestartet Pentax MX-1

Weihnachtsoffensive gestartet

Jedes Jahr wird man davon überrascht. Plötzlich sind sie da; die Weihnachtsmärkte und festlich geschmückten Einkaufstempel.

Die überdimensionalen Sterne im Allee-Center Magdeburg hängen bereits.

Pentax MX-1

Pentax MX-1

Größer ist nicht immer besser. Zumindest bei Kameras bleibt in letzter Zeit immer häufiger "das große Besteck" daheim liegen, während die Kompakten den Weg in die Jackentasche finden. Von einigen schweren und sperrigen Geräten habe ich mich mangels Einsatz bereits verabschiedet und diese verkauft.

Smartphones machen als ständiger Begleiter gute Fotos. Trotzdem möchte ich zum aktuellen Zeitpunkt nicht auf die Vorteile eines optischen Zooms und dem Gefühl eines "echten Fotografierens" verzichten.

Die analoge Pentax MX hatte ich als die hübscheste klassische Spiegelreflexkamera bezeichnet. Seit dem Doppelbelichtungsprojekt ist noch kein neuer Film in der Kamera gewesen. Trotzdem haben mich die beiden Pentax-Kameras (MX und ProgramA) überzeugt. Dass Pentax die 1976er MX im Jahre 2013 mit der MX-1 digital aufleben ließ, war wir bekannt. Zwischenzeitlich ist diese nicht mehr als Neugerät verfügbar und nur noch selten in gutem Zustand auf dem Gebrauchtmarkt zu finden.

2Fotos1Bild analoges Doppelbelichtungsprojekt

#2Fotos1Bild

Es gab fotografisch relevante Momente, an die ich mich lange erinnern werde. Zu gern wäre ich auch bei dem Dialog zwischen der Fotoverkäuferin und Hartmut Gräfenhahn anwesend gewesen:

Verkäuferin: "Es tut mir leid, beide Filme sind verdorben! Beide Filme sind doppelt belichtet worden und es ist kein einziges brauchbares Bild drauf."
Hartmut Grafenhahn: " Toll, genauso sollte es sein!"

Rappbodes Titan-RT

Der frühe Vogel fängt bekanntlich den Wurm. Aus diesem Grund ging es heute morgen bereits früh in Richtung Rappbode-Talsperre im Harz.

Die Megazipline Harzdrenalin war uns bekannt. An diesen Seilen hingen wir bereits. Die längste Hängebrücke ihrer Art, die knapp 500 Meter lange und bis zu 100 Meter hohe Titan-RT, hatten wir aber noch nicht betreten.

Die Automaten geben die Brücke bereits ab 8:00 Uhr frei. Zu diesem Zeitpunkt war es uns aber noch zu neblig. Etwas später wagten wir uns auf das bereits leicht schwankende Bauwerk. Die Bewegungen werden zum größten Teil von den Besuchern erzeugt. So war es auch gut, dass wir uns mit genügend Eindrücken zu einem Zeitpunkt von der Brücke verabschiedeten, als der Besucherandrang spürbar zunahm.

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Aufgenommen mit:

Fotoshooting mit 80 Modellen

Heute morgen hatte ich ein Fotoshooting mit knapp 80 wunderhübschen Modellen.

Ja; richtig jung waren sie jetzt nicht. Dafür aber auch überhaupt nicht zickig. ;-)

Für den vereinsinternen Katalog meines Vereins, dem RFT-Verein-Staßfurt, haben wir Fotos von ausgesuchten Geräten gemacht. Wir haben uns im ersten Schritt auf Radios konzentriert. Anders als die Musiktruhen (im Verein steht die größte Musiktruhensammlung Mitteldeutschlands), konnte man die kompakteren Geräte gut vor hellen Möbelplatten in Szene setzen.

Statt Blitz kam die vorhandene LED-Deckenbeleuchtung und ein zusätzlicher LED-Baustrahler zum Einsatz. Trotz dieser einfachen Beleuchtungssituation sind die Ergebnisse durchaus vorzeigbar.




4 Filme - 4 Kameras

Aus dem Urlaub mit vielen Eindrücken, Vorsätzen und Bildern zurück, möchte ich mich zunächst nicht an neue Themen machen. Erst einmal möchte ich einige "offene" Projekte abschließen.

Analoge Kameras

Die analoge Pentax ProgramA war vor dem Urlaub noch für das Doppelbelichtungsprojekt im Einsatz. Davor hatte sich das Projekt "4 Filme - 4 Kameras" in Eigendynamik entwickelt. Die vier Filme sind zwischenzeitlich entwickelt. Ich habe darüber jeweils hier berichtet. Nun möchte ich ein paar abschließende Worte finden:

Es hat Spaß gemacht! Das analoge Fotografieren war eine tolle Erfahrung. Ob das Thema Analogfotografie mich nachhaltig beeindruckt hat, kann ich aber abschließend noch nicht sagen. Die erste Begegnung fand mit der Pentax MX statt:

"Die Hübsche"

Pentax MX Analog silber

Die MX ist ein richtiger Augen-und Handschmeicheler. Sie ist leicht, klein und sehr gut verarbeitet. Mit der komplett manuellen Bedienung, auch wenn ein paar LEDs bei der Wahl der richtigen Belichtung unterstützen, hatte ich die richtige Kamera für den Einstieg gewählt. Die Einstellung der richtigen Blende, Belichtungszeit und ein manueller Fokus sind gleich mehrere Faktoren, die einen oft Automatik nutzenden Digitalfotografen fordern.
Die gespannt erwartete Entwicklung des ersten Film brachte positive Resultate. Blut war geleckt.

"Die Solide"

Praktica MTL5B analog Kamera

Die Praktica MTL5B hätte ich auch "Die Praktische" betiteln können. Aber aus Rücksicht vor dem Phrasenschwein möchte ich darauf verzichten. Die Kamera aus der ehemaligen DDR macht einen soliden Eindruck. Sie ist schwerer als die MX und wirkt auf den ersten Blick einfacher gestaltet. Doch ich mag ihre geraden Linien.
Auf der Praktica leistete beim zweiten Film ein eher durchschnittliches Objektiv seinen Dienst. Obwohl sich auch die Ergebnisse der Praktica sehen lassen können, wäre mit einer besseren M42-Linse noch mehr möglich gewesen. Doch das Projekt sollte auch aus Kostensicht im Rahmen bleiben. Und so sitzt auch heute noch dieses Objektiv auf der Kamera. Die Kamera ist definitiv die Lauteste in diesem Vergleich. Der dazugehörige Spiegelschlag ist für seine Verwacklungsgefahr berüchtigt. Dank kurzer Belichtungszeiten am Tag konnte ich dieses Problem nicht nachvollziehen.

"Die Vermessene"

Rollei XF35 analoge Kamera

Jetzt kommt es dann doch noch zum Einsatz - das Phrasenschwein. Die kleine Rollei XF35 ist eine Messsucherkamera mit einem kleinen Problem. Der dritte entwickelte Film brachte zum Vorschein, dass die Mechanik des Messsuchers in Zusammenarbeit mit dem festen Objektiv nicht einwandfrei arbeitet. Dabei werden dem Objektiv sehr gute Eigenschaften nachgesagt.

Die Rollei XF35 ist eine einfach zu bedienende Kamera. Bei der Belichtung hilft eine Automatik. Nur den Fokus muss man von Hand setzen. Als Kleinste der getesteten Kameras passt sie durchaus noch in Jackentaschen.
Nach den durchweg schlechten Ergebnissen, dem Defekt geschuldet, verschwand die Kamera schnell wieder unangetastet in der Schublade.

"Die Nützliche"

Pentax ProgramA analoge Kamera

Die Bildergebnisse der Pentax ProgramA haben mich dagegen sehr überzeugt. Beim Fotografieren unterstützt die Kamera mit einer zuverlässigen Belichtungsautomatik. Diese hat beim vierten und letzten Film nicht ein einziges Mal danebengelegen. Alle Bilder wurde optimal belichtet.
Durch diese Automatik wurde das Fotografieren noch einmal wesentlich komfortabler. Der geübte Fotograf mag auch die Belichtung manuell steuern. Ich hingegen war froh, mich nur noch um Blende und Schärfe kümmern zu müssen.
Auf der ProgramA kam das vergleichsweise beste Objektiv zum Einsatz. Das Pentax K 50/f1.4 SMC bildete hervorragend ab und ist zwischenzeitlich per Adapter auch auf einer Systemkamera im Einsatz. Auf der analogen Kamera machte es die ProgramA zu meinem persönlichen Favoriten.

Vier Kameras mit vielen Unterschieden und einer Gemeinsamkeit: Sie besitzen den gleichen Sensor - hier liebevoll Film genannt. ;-)
Der FujiColor C200 war als preiswerter Einstiegsfilm gedacht. Mit seinen bunten und kräftigen Farben bedient er jedoch meine farbtechnischen Vorlieben. Auch unabhängig vom Preis würde ich bei einem Farbfilm wieder zum FujiColor C200 greifen.
Die Filme wurden in einem Drogeriemarkt vor Ort entwickelt. Dies war nicht immer problemlos. Für ca. 12,- EUR bekam ich neben dem entwickelten Film jeweils Abzüge und eine Foto-CD. Auf dieser optional bestellten CD waren die Scans als JPEG enthalten. Mit der Bildqualität bin ich grundsätzlich zufrieden. Für Fotos in Postkartengröße reicht die Auflösung der Scans. Auch für den TV oder das Internet kann man die Bilder gut verwenden. Pixelpeeper kommen bei Auflösungen von 1.536 x 1024 Pixel schnell an Ihre Schmerzgrenze.
Wer trotz fehlendem Fotoscanner höhere Auflösungen benötigt, kann die Filme natürlich in höherpreisigen Fotolaboren entwickeln lassen.

FAZIT

Nach über 15 Jahren Analog-Abstinenz war das Thema Analogfotografie für mich eine positive Erfahrung. Die Art und Weise des Fotografierens ist eine Andere. Für mich bedeutet es "bewußteres Fotografieren". Preis und anzählige Beschränkung erfordern eine höhere Aufmerksamkeit und eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Motiv.
Dass "weniger manchmal mehr" ist, macht sich auch nach dem Fotografieren bemerkbar. Weniger Bilder bedeuten auch weniger Nachbearbeitung und Auswahlqual. Wer sortiert schon gern 2.000 Urlaubfotos? Das Argument eines Fotofreundes, der für einen vergleichbaren Einsatz von Digitalkameras pragmatisch den Einsatz kleinerer Speicherkarten vorschlug, amüsiert mich noch immer.
Auch wenn zwischen einer Leica M7 und einer Rollei XF35 mechanische Welten liegen, so fehlt analogen Kameras gemeinsam ein technischer Diskussionspunkt: Als austauschbarer und universell einsetzbarer Sensor fungiert ein Film. Und dieser ist oft auch noch sehr gutmütig und verzeiht geringe Abweichungen bei der Belichtung. Somit beschränkt sich der Unterschied im Analogbereich im Großen und Ganzen auf den Einsatz der Optiken und die Arbeit des "Kameramanns" (oder auch -frau).
Zwei leere Fuji-Filme besitze ich noch. Diese werde ich mit der Pentax ProgramA aufbrauchen. Die Pentax MX geht voraussichtlich an Christian; die Rollei X35 werde ich als defekt deklariert abgeben.
Ob ich das Buch der Analogfotografie dann zuschlagen und die ProgramA verkaufen werde, mag ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Warten wir doch diese beiden Filme ab ...

Instax Square SQ10 sieht schwarz

Wir hatten 20 mal ausdrücklichen Spaß! Doch nun trennte ich mich wieder von ihr. Die Rede ist von der Sofortbildkamera Instax Square SQ10. ;-)

Zwischenzeilich habe ich zwei Pakete (je 10 Bilder) für die Instax-Kamera erhalten. Im Vorfeld habe ich mich sehr auf die Belichtung der Fotos gefreut. Im digitalen Format warteten bereits einige Motive auf ihre analoge Verwandlung. Mit knapp einem MegaByte pro Bild passen ganze Weltreisen auf meine kleinste MicroSD.

Ich war mir noch nicht sicher, ob die digitale Vorauswahl der Bilder letztlich den gewissen Überraschungsmoment eines herkömmlichen Sofortbildfotos zerstört. Doch an Überraschungen sollte es später nicht mangeln:

Die Animation des Druckvorgangs ist sehr gelungen. Das Digitalbild verlässt das Display nach oben hin. Dort kommt das (noch weiße) Bild aus dem Gerät. Nach wenigen Sekunden werden leichte Konturen auf dem Foto sichtbar. Während nach und nach immer mehr Details sichtbar werden, nehmen Sättigung und Kontrast zu. Doch leider scheint dieser Entwicklungsprozess es zu gut zu meinen.

Nach den ersten beiden Fotos machte sich Enttäuschung breit. Die Bilder waren gegenüber dem Display auf der Kamerarückseite viel zu dunkel. Der saftige grüne Rasen war eine schwarze Fläche; das Gesicht meines Kindes ebenfalls zu dunkel und kaum zu erkennen.

Was lief hier schief? War das Filmmaterial fehlerhaft oder gar die Kamera defekt?

Ein paar Ausdrucke später, der Zauber einer Sofortbildentwicklung ist wirklich sehr faszinierend, war ich schlauer:

Wenn ich auf die Bearbeitung und den Einsatz weiterer Filter verzichtete, fiel die "Verdunklung" nicht so stark aus. Der interne Monitor bildet scheinbar zu hell ab. Dies führt bei einer Bildbearbeitung an der Kamera dazu, dass man das Foto tendenziell zu dunkel gestaltet. Leider kann das Display nicht gedimmt werden.

Bei direkter Sonne leistet der interne Bildschirm gute Arbeit. Man kann ihn gut zur Ausschnitts-und Motivsuche verwenden. Daheim verleitet das helle Display jedoch wieder zum Einsatz dunklerer Filter oder Belichtungen.

Man kann dies als weiteren Überraschungsmoment oder als sportliche Lernkurve sehen. Mit knapp einem Euro je Bild sollten häufige Fehldrucke jedoch nicht auf der Tagesordnung stehen.

Die neue Instax Square SQ10 mag ein lustiges Stück Fotoapparat sein. Ich habe für mich entschieden, dass die Abweichung Monitor/Ausdruck ein Zufallselement zu viel ist. Ich habe aus diesem Grund die Kamera wieder zurückgeschickt.

Sofortbild Kamera Instax SQ10

Instax Square SQ10:

Instax Square SQ10 ohne Film

Gestern wurde sie endlich geliefert - die Instax Square SQ 10.

Doch leider ohne Filmmaterial. Das wird erst im Laufe der Woche eintreffen.

Mit einer "normalen" Sofortbildkamera wäre man jetzt zum Warten verurteilt. Doch nicht mit mir und schon gar nicht mit einer Instax Square SQ10, denn diese ist eine Hybrid-Kamera. Somit konnte ich heute schon einmal Trockenübungen mit Ihr veranstalten, obwohl das Wort "trocken" nicht ganz passend ist. Beim Üben für ein bevorstehendes Dickboot-Rennen auf der Elbe reichte ich nach ein paar eigenen Aufnahmen die Kamera in die Hände meiner Frau weiter. Diese hatte scheinbar einigen Spass mit der kleinen Kamera.

Ohne Film landeten die Bilder vorerst auf der Micro-SD-Card. Damit schon einmal etwas analoges Flair aufkommt, habe ich die digitalen Bilder durch Analog Efex Pro laufen lassen.

Ich finde, auch hier kommt schon einmal etwas analoge Vorfreude auf.

Sofortbild Kamera Instax Square SQ10

Sofortbild Kamera Instax Square SQ10

Sofortbild Kamera Instax Square SQ10

Sofortbild Kamera Instax Square SQ10

Sofortbild Kamera Instax Square SQ10

Aufgenommen mit Instax Square SQ10:

Domfelsen Magdeburg

Die Domfelsen in der Magdeburger Elbe sind eine Gefahrenquelle für die Schifffahrt. Durch das aktuelle Niedrigwasser der Elbe zeigt sich das Massiv (von einer schönen Seite). Fast mitten auf der Elbe zu stehen ohne nass zu werden, ist sonst kaum möglich.

Domfelsen Magdeburg Nikon 1 J1

Domfelsen Magdeburg Nikon 1 J1

Domfelsen Magdeburg Nikon 1 J1

Domfelsen Magdeburg Nikon 1 J1

Aufgenommen mit:

Elbbrücke Schönebeck

Für das Doppelbelichtungs-Projekt, das den Namen "2Photos1Picture" tragen soll, war ich heute Abend das erste Mal mit beiden analogen Pentax-Kameras unterwegs. Das Abendlicht verspricht einige interessante Aufnahmen. Ein Foto entstand dann aber doch noch digital.


Aufgenommen mit:

Doppelt hält besser (2)

Einige Bilder der digitalen Testreihe für unser kommendes Doppelbelichtungprojekt kommen in der 50:50-Belichtung (3. Bild) nicht richtig zur Geltung. Diese Fotos habe ich stärker bearbeitet. Damit entsprechen sie zwar in keinster Weise den zukünftigen analogen Bildern vom Film; trotzdem hat die Bearbeitung Spaß gemacht und interessante Bilder gebracht.


Doppelt hält besser

"Mach es zu Deinem Projekt!" ist der Werbespruch eines Baumarktes. Auch in der Fotowelt gibt es interessante Projekte, die zeitlich befristet oder fest im Umfang definiert, zu verfolgen sind. So läuft beispielsweise das Kuhjahr von Jörg Langer. Ein Jahr lang stellt er jeden Tag ein Foto aus der Leica Q online. Auch Gabi Heinrich und Hartmut Gräfenhahn bewiesen mit ihrem Projekt 2x365hipstamaticdays Durchhaltevermögen.

Während ich solche Umsetzungen gern verfolge, stehe ich diesen oft langfristigen Aufgaben als eigene Aufgabe sehr skeptisch gegenüber. Zu schnell kann aus Freude am Fotografieren Frust am Zwang werden.

Als mich Hartmut Gräfenhahn vor einigen Tagen auf ein neues Projekt ansprach, war ich jedoch sofort begeistert. Das Thema lautet "analoge Doppelbelichtung".

Wir haben vor, analoge Filme doppelt zu belichten. Das heißt, wir werden zwei Bilder bei reduzierter Belichtung auf einem Stück Filmmaterial machen.

Bewusste Doppelbelichtungen werden von einigen Fotografen als kreatives Stilelement verwendet. Dabei gestaltet der Fotograf die Motive seiner Doppelbelichtung sehr bewusst.

Wir werden jedoch unabhängig und fern voneinander fotografieren. Unsere Filme werden wir vor der zweiten Belichtung miteinander tauschen. Somit bekommt das Ganze ein Zufallselement. Wir wissen nicht, welche Motive unser Fotopartner bereits auf Film gebannt hat. Damit es zu keinen Überbelichtungen kommt, reduzieren wir die Belichtung jeweils auf die Hälfte.

Das Projekt "Doppelbelichtung" (vielleicht bekommt das Kind auch noch einen richtigen Namen) hat begonnen. Wir werden nach Abschluss darüber berichten.

Im Vorfeld haben wir, um etwas Gefühl für die Sache zu entwickeln, einen digitalen Test durchgeführt. Dazu haben wir unabhängig voneinander jeweils 10 unterschiedliche Bilder mit einer festen Nummerierung aufgenommen und diese zeitgleich ausgetauscht. Das Ergebnis des Zusammenspiels haben wir digital (mit der Bildbearbeitungssoftware GIMP) zusammengeführt. Sehr interssant war hierbei die Erkenntnis, dass die beiden Bilder nicht einfach übereinanderlegt werden dürfen. Bei einer analogen Doppelbelichtung vermischen sich die beiden Bilder auch nicht einfach. Vielmehr addieren sich die jeweiligen Bilder zu einem Ganzen. Hierzu leistet der Ebenenmodus "Addieren" nach Reduzierung der Helligkeit beider Bilder auf je 50 Prozent gute Arbeit.

Bereits im Probelauf entstanden so interessante Bilder (das Ergebnis jeweils noch bearbeitet):




Der digitale Probedurchgang hat großen Spaß gemacht und wertvolle Hinweise für die Gestaltung des analogen Echtlaufes gegeben. Wir sind sehr gespannt, wie sich die analogen Ergebnisse von ihrem digitalen Vorläufer unterscheiden.

Wie gefallen Euch die digitalen "Mischlinge"? Habt Ihr bereits ein ähnliches Projekt erfolgreich durchgeführt? Wir freuen uns auf einen Kommentar.

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Analog - Rollei XF35

Analog - Rollei XF35

06-02-2017

Am Ende kam es dann doch, wie es kommen musste.

Doch beginnen wir am Anfang: Es ist schon einige Zeit her, da bekam ich eine Fuji X-Pro 1 in die Hände. An der Kamera werkelte zunächst das Kit-Objektiv XF18-50 f2.8-4. Wie außerordentlich gut dieses Zoom abbildet, stellte ich erst später fest. Zunächst machte ich mich auf die Suche nach einer passenden Festbrennweite. Als geeigneter Kandidat sollte sich das XF35 f 1.4 herausstellen. Bei der Recherche nach einem bezahlbaren Exemplar stieß ich immer wieder auf eine Kamera mit gleicher Bezeichnung; einer "Rollei XF35". Dieser kleine Apparat sprach mich optisch durchaus an. Im Gegensatz zu Modellen der Rollei-35-Familie ist diese günstigste Ausführung sehr einfach gehalten. Doch gerade diese optische und bedienungsfreundliche Schlichtheit gefiel mir sehr. Zum damaligen Zeitpunkt war analoge Fotografie allerdings noch kein Thema für mich. Nach dem Kauf des Fuji-Objektives kam der Suchbegriff "XF35" nicht wieder zum Einsatz. Die Kamera ging mir aus dem Sinn.

Mit dem "Experiment Film" fiel mir diese Kamera, die mich durchaus an eine edle Leica M erinnert, wieder ein. Die Gemeinsamkeit zur Leica bezieht sich größtenteils auf die Position und Existenz eines Messsuchers. Ansonsten kann und will die Rollei XF35 nicht mit einer Leica M mithalten. Doch man unterschätzt das kleine kantige Gerät. In der schwarzen Kamera werkelt ein Zeiss-Objektiv "Sonnar". Dieses Objektiv mit einer maximalen Blendenöffnung von f2.3 und einer Festbrennweite von 40mm ist auch in höhenwertigeren Modellen verbaut.

Für ca. 30 EUR erworben, trat die Kamera als letzter Vertreter in die Reihe "4 Filme - 4 Kameras".

Rollei XF35

Zugegeben; bei den ersten drei Filmen der Spiegelreflex-Kandidaten wurde ich positiv überrascht. Mit wenig Ausschuss entstanden schöne Aufnahmen und (dem Fujicolor C200 sei Dank) kräftige Farben. Lag der Fokus bei einzelnen Aufnahmen nur gelegentlich daneben, gab es mit dem manuellen Scharfstellen grundsätzlich kein Problem.

Auch an der Rollei XF35 wird von Hand fokussiert. Das manuelle Scharfstellen geschieht hier über einen Messsucher. Dies ist ungewohnt. Auf der anderen Seite besitzt die Kamera eine Belichtungsautomatik. Somit kann man sich auf die Drehung am Objektivring konzentrieren. Die XF35 kümmert sich um die richtige Belichtungszeit und Blende.

Während ich in der Anwendung des Messsucher-Verfahrens keine riesige Hürde sah, bereitete mir ein anderer Punkt größere Bauchschmerzen. An den Spiegelreflex-Kameras konnte man die unterschiedlichen Belichtungszeiten bereits akustisch unterscheiden. Die Rollei XF35 produzierte bei jeglicher Belichtungszeit ein konstantes Geräusch. Aus diesem Grund spendierte ich der Kamera eine neue Batterie für die Belichtungsautomatik. Diese ist keine gewöhnliche Zelle. In der Kamera kommt eine Batterie mit 1,35 Volt zum Einsatz (siehe PX 625). Doch auch nach dem Austausch der Batterie änderte sich am Auslösegeräusch nichts. "Vielleicht ist dies ja auch normal?"; beruhigte ich mich. Immerhin fehlt in der Kamera ein klappender Spiegel, der für ein markantes Auslösegeräusch in einer Spiegelreflexkamera verantwortlich ist.

Ich ging die Aufnahmen mit dem letzten Film skeptisch an.

Meine Skepsis war nicht ohne Grund. Der entwickelte Film brachte Ernüchterung. Fast alle Aufnahmen sind nicht zu gebrauchen.

Dies liegt erstaunlicherweise nicht an einer fehlerhaften Belichtung. Diese funktionierte überraschend gut. Das Problem liegt in der fehlenden Schärfe. Fast alle Bilder sind extrem unscharf.


Einzelne Bilder sind jedoch in Ordnung. Hier sitzt der Fokus. Es fällt auf, dass nur nahe Objekte scharf abgebildet werden konnten. Wahrscheinlich arbeitet die aufwendige Messsucher-Technik fehlerhaft. Während man im Sucher den korrekten Abstand ermittelt und einstellt, wird dieser scheinbar nicht synchron auf die Linse übertragen. Zwar besitze ich keine großen Messsuchererfahrungen; ein paar scharfe "Zufallsbilder" im Unendlichkeitsbereich hätte ich mir aber zugetraut. Aus diesem Grund gehe ich fest von einem technischen Problem aus.

Und genau dieses Problem bestätigt meine Skepsis gegenüber Messsucher-Kameras. Mit gut abgestimmten Objektiven kann eine Messsucherkamera wie die Leica M, egal ob digital oder analog, mit Sicherheit grandiose Aufnahmen machen. Auf der Seite von Claus Sassenberg kann man sich davon überzeugen. Arbeiten Linse und Sucher bei einer Messsucherkamera jedoch nicht perfekt zusammen, kommt es zu sichtbaren Problemen.

Nur wenige Bilder der Rollei sind scharf:



Meist sah es so aus:


Die Rollei XF35 hat mir nur wenige brauchbare Bilder beschert. Doch lehrt sie mich, dass eine Vorausschau durchaus Vorteile bietet. Sei es nun die digitale Vorschau auf dem Display oder dem elektronischen Sucher einer Digitalkamera, oder dem Blick durch den Spiegel einer Spiegelreflexkamera. Zumindest einer Messsucherkamera hat mich dieses Projekt nicht näher gebracht.

In einem kommenden Beitrag werde ich meine frischen Analog-Erfahrungen noch einmal zusammenfassen.

Aufgenommen mit Rollei XF35 und Fujicolor C200:

Bergzoo Halle

Bergzoo Halle

05-27-2017

Der Bergzoo Halle trägt seinen Namen nicht ohne Grund. Bei der Besichtigung dieser Einrichtung geht es bergauf und bergab. Die Gehege und Tierhäuser sind dabei interessant in die örtliche Hügelwelt eingebettet.

Ich bin kein Anhänger von Superzooms und großen Brennweiten. Wenn ich allerdings einmal das Teleobjektiv einpacke; dann im Tierpark. Hier kommt man den Tieren (auf den Bildern) mit einem Zoom noch einmal näher, ohne diese zu verschrecken.

Im Einsatz war die Nikon 1V1 mit dem Nikkor 10-100 4.0-5.6 VR. Folgende Bilder fielen ohne weitere Bearbeitung aus der Kamera.







Aufgenommen mit:

Analog - Pentax ProgramA

Analog - Pentax ProgramA

05-23-2017

Ein kleines Wunder ist geschehen. Der dritte Film meiner kleinen Reihe "4 Filme - 4 Kameras" ist aufgetaucht.

Bei einem Diebstahl in der lokalen Rossmann-Filiale wurde der Wareneingang auf "Wertvolles untersucht". Mein Film war dies für die Einbrecher scheinbar nicht. Er wurde zwar durchwühlt, blieb zum Glück aber am "Tatort" liegen. Dafür eignete sich die beiliegende Foto-CD gut für die Abnahme von Fingerabdrücken. Die Polizei nahm sich deshalb auch meines Auftrages an. Dadurch verzögerte sich die Rückgabe meiner Fotobestellung.

Lange Rede - kurzer Sinn: Die Bilder der dritten Kamera sind da. Als kleine Entschädigung für die Aufregung gab's diese übrigens gratis.

Es wäre schade gewesen, auf die Bilder einer weiteren Pentax-Kamera verzichten zu müssen. Nachdem mir das geliehene Pentax-Objektiv 50mm/f1.4 an der Pentax MX so gut gefiel, hatte ich mich auf die Suche nach einem eigenen Exemplar gemacht. Im großen Auktionshaus wurde ich fündig. Zum fairen Preis kaufte ich ein gut erhaltenes Exemplar samt "dranhängender" Kamera - einer schwarzen Pentax ProgramA (hier im Bild mit meinem 28mm-Sigma-Objektiv).

Analoge Kamera Pentax ProgramA

Die Pentax ProgramA kam 1984 auf den Markt. Obwohl das Gehäuse sehr der Pentax MX ähnelt, gibt es einen gravierenden Unterschied: die Kamera besitzt eine Belichtungsautomatik. Also einfach Blende vorgeben und loslegen ... ProgramA ... der Name ist Programm.

Erste Aufnahmen entstanden zunächst auf lokalen Fahrradtouren. In Wolfsburg, dort hatte ich glücklicherweise die Fototasche eingepackt, kamen weitere Bilder hinzu.




Entweder ging das Fokussieren mit dem eigenen 50mm-Objektiv dank Übung nun besser von der Hand, oder das "neue alte Objektiv" ist sogar einen Tick schärfer als das Exemplar von Christian. Dessen Leihobjektiv ist zwischenzeitlich gut erhalten wieder bei ihm angekommen.

Der Fujifilm erzeugte wieder einmal knallige Farben. Ich mag dies sehr. Somit passt er gut zur digitalen und farbenfrohen Wolfsburg-Bilder-Reihe der Nikon.













Gern hätte ich mit der Pentax noch weitere Fotos aufgenommen. Mein zunächst vierter und letzter Film war jedoch für die letzte Kamera dieser kleinen Reihe reserviert. Auch dieser Film ist bereits voll und zur Entwicklung abgegeben. Ich werde berichten, wenn ich den Film zurückbekomme ...

Aufgenommen mit Pentax ProgramA und Fujicolor C200:

iPhone RAW

Für die spätere Nachbearbeitung von Fotos eignen sich RAW-Bilder besonders gut.

Will man darauf nicht verzeichten, fallen "einfache Kameras" oft als potenzieller Bildlieferant aus. Wider Erwarten liefern einige der aktuellen Smartphones das beliebte Bildformat. In meinem Fall kann man einem iPhone mit einer alternativen Foto-App ein DNG-File (besonders kompatibles RAW-Format) entlocken.

Auch bei diesen winzigen Sensoren werden überraschend viele Details sichtbar, wenn man (hier zugegeben etwas übertrieben) am Kontrast und der Klarheit dreht.


Aufgenommen mit iPhone SE :

MOST WANTED

Eigentlich wollte ich auf der Homepage von Jörg Langer einen Kommentar hinterlassen. Eigentlich...

Jörg beklagt in einem aktuellen Blogbeitrag den Verlust eines Filmes durch die Drogeriekette Rossmann.

In meinem Kommentar hätte ich mich wohl geäußert, dass ich mit meinen bisherigen beiden Filmen bei Rossmann zufrieden bin. Zwischenzeitlich würde ich mich nun etwas anders äußern. Warum?

Nach über einer Woche Entwicklungszeit wollte ich meinen dritten Film vom heimischen Drogeriemarkt abholen. Mitte der Woche hätte er fertig sein sollen; am heutigen Samstag rechnete ich fest mit der Fertigstellung des Filmes und der angeforderten Bild-CD. Doch auch heute war der Film noch nicht in der Filiale zu finden. Mein Anruf beim Fotodienst brachte Ernüchterung. Wegen eines Diebstahles (ob bei Rossmann oder beim Entwickler wollte man mir zunächst nicht sagen) wären etliche Filme "abhanden gekommen". Während der Film von Jörg nicht beim Fotoentwickler ankam, wurde mein Film nachweislich entwickelt und an die Filiale zurückgesendet. Mir wurde empfohlen, im Drogeriemarkt vorzusprechen. Mein umgehender Besuch der Rossmann-Filiale machte das Chaos perfekt. Ich solle am Dienstag wiederkommen; mein Film wäre dann abholebereit. Ich bin gespannt, ob sich der Film anfindet.

Unabhängig davon habe ich noch einmal mit dem Fotolabor telefoniert. Die hiesige Rossmann-Filiale lässt bei ORWO in Bitterfeld-Wolfen entwicklen. Die freundliche und hilfsbereite Dame des Foto-Dienstleisters lässt am nächsten Werktag prüfen, ob die Bilder der Foto-CD eventuell noch zwischengespeichert und reproduzierbar sind. Da der Weg des Filmes bis zurück in den Drogeriemarkt dokumentiert ist, ist der Ball nun im Spielfeld von Rossmann. Ich hoffe, sie können das Spiel noch herumreißen.


Wolfsburg digital

Ein Sportwettkampf unseres Kindes führte mich am Wochenende früh nach Wolfsburg. Mit genügend Wartezeit "im Gepäck" entstanden einige Fotos der (Auto)Stadt Wolfsburg und Umgebung. Ich war froh, die Kameratasche mitgenommen zu haben, da das Wetter wider Erwarten bei wechselnder Bewölkung bis in den späten Nachmittag vor einem heftigen Gewitter zunächst trocken blieb.

Neben digitalen Aufnahmen mit der kleinen Nikon 1V1 entstanden auch einige analoge Bilder. Diese präsentiere ich dank Entwicklungswartezeit mit einem Bericht der verwendete Kamera zu einem späteren Zeitpunkt.

Wolfsburg Nikon 1 V1

Wolfsburg Nikon 1 V1

Wolfsburg Nikon 1 V1

Wolfsburg Nikon 1 V1

Wolfsburg Nikon 1 V1

Wolfsburg Nikon 1 V1

Wolfsburg Nikon 1 V1

Wolfsburg Nikon 1 V1

Wolfsburg Nikon 1 V1

Wolfsburg Nikon 1 V1

Wolfsburg Nikon 1 V1

Wolfsburg Nikon 1 V1

Wolfsburg Nikon 1 V1

Aufgenommen mit:

Feldlinien

Und da sind sie wieder, die geometrischen Formen und Linien auf den Feldern.

Diese "Feldlinien" haben wir heute auf einer Fahrradtour entdeckt.

Nikon AW1

Aufgenommen mit Nikon AW1 :

Analog - Praktika MTL5B

Eine Praktica MTL5B sollte es sein. Diese bis 1989 in der ehemaligen DDR gebaute Spiegelreflex-Kamera gehört zu den Sachen, die ich als erstrebenswert und unbezahlbar in Erinnerung habe. 1.100 Mark sollte die Kamera mit dem 50mm/1.8-Objektiv kosten.

Knapp 30 Jahre später bekommt man den in Westdeutschland unter der Marke Revue verkauften Fotoapparat für wenig Geld in eBay fast hinterhergeworfen. Etwas teurer sind Exemplare, die geprüft und mit einer neuen Belichtungsbatterie ausgestattet über den virtuellen Tresen gehen. Im Gegensatz zu meiner alten EXA1b kann die Praktica MTL5B mit einer kürzesten Belichtungszeit von 1/1000s aufwarten. Bei der EXA war bereits bei 1/250s Schluss. An der Praktica kann man somit flexibler agieren.

Wie bereits bei der Pentax MX kam der Fujicolor C200 zum Einsatz. Während ich an der Pentax zwischen 28mm und 50mm Festbrennweite wählen konnte, kam an der MTL5B das TESSAR 2,8/50 von Carl Zeiss Jena zum Einsatz. Dieses DDR-Objektiv wurde meist zusammen mit der Kamera verkauft. Für viele ehemalige Hobbyfotografen der DDR war diese Kombination das Mittel der hochwertigen Wahl.

Analog Kamera Praktica MTL5B

Die Praktica fühlt sich schwerer und massiver als die MX an. Im ersten Moment kam mir der Vergleich "Panzer" in den Sinn. Dies ist jedoch sehr ungerecht, da die Kamera mit ihrem geradlinigen Design gut in der Hand liegt.

Vor dem Spiegelschlag hatte mich Christian (ja, auch in diesem Beitrag sollst Du zur Strafe genannt werden ;-) ) gewarnt. Akustisch durchaus eindrucksvoll, soll er bei längeren Verschlusszeiten durchaus zu Verwackelungen führen. Bei Tageslicht sorgt das lichtstarke Objektiv in Zusammenarbeit mit dem ISO200-Film jedoch für kurze Belichtungen. Aus diesem Grund kann ich eine negative Auswirkung des Spiegelschlages auf die Schärfe nicht bestätigen. Vielmehr war der Fokus bei einigen Bildern meines ersten Films mit der Praktica nicht immer optimal platziert. Dafür war die Belichtungseinstellung durchgehend korrekt. Die eingeblendete Belichtung wird durch einen kleinen Zeiger im Sucher angezeigt. Im Beispielsbild des Suchers kann die Blende noch ein wenig geöffnet oder die Verschlusszeit verlängert werden. Befindet sich der Zeiger innerhalb der Kerbe, dann ist die Belichtung in Ordnung.

Nach einigen Tagen mit der Kamera muss ich gestehen, dass die zusätzliche Kontrolle der Belichtung das Fotografieren durchaus verlangsamt. Hier ist man von heutigen Automatiken sehr verwöhnt. Bei der im Vorfeld getesteten Pentax MX zeigten farbige LEDs notwendige Belichtungskorrekturen an. Ob LED oder Zeiger - dies ist letztlich Geschmackssache. Auf jeden Fall jedoch ein zusätzlicher "Arbeitsschritt".

Diese "Entschleunigung" kann Vorteile haben. Ist das Motiv ein spielendes und sich bewegendes Kind, ist Übung vorteilhaft. Ich habe mich deshalb auf Motive konzentriert, die mir nicht weglaufen konnten.

Mit der Bildqualität der Praktica bin ich zufrieden. Sie liegt auf gutem Niveau. Im direkten Vergleich zur Pentax mit dem SMC50/1.4 verliert sie ein wenig. Der Vergleich hinkt jedoch etwas, da das an der Pentax MX verwendete Objektiv überdurchschnittlich gut abbildet. Auch an der Praktica stehen optional sehr hochwertige M42-Objektive in verschiedenen Preissegmenten zur Verfügung.

Bei der Analog-Fotografie wird schnell deutlich: Bilder werden in erster Linie nur durch Linse und Film beeinflusst. Die "Komponente Mensch" kommt hier stärker in's Spiel. Unterschiede beim Sensor gibt es nicht (wenn man den gleichen Film verwendet).

Aufnahmen von der Kreisgrabenanlage Pömmelte:


Magdeburg:

Aufgenommen mit Praktica MTL5B und Fujicolor C200: