Weihnachtsmarkt Potsdam

01.12.2017

"Bitte verlassen Sie wegen Bombengefahr die Straße! Aber Sie können mir helfen!". Wir sind am frühen Nachmittag auf dem Potsdamer Weihnachtsmarkt. Der Polizeibeamte in Schutzausrüstung spricht mit mir.

Zum Glück brauche ich nicht bei der Entschärfung helfen. Das mir in die Hand gedrückte Absprerrband ziehe ich mit ihm über die Straße und befestige es auf einer Seite.

Doch damit ist dieser Tag auf dem Potsdamer Weihnachtsmarkt noch nicht beendet. Entgegen den Berichten des Fernsehens ist nur ein kleiner Teil der gesamten "Weihnachtsmeile" gesperrt. Glühwein und andere Leckereien gibt es noch genügend. Mit einem "Polnischen Weihnachtsmarkt" verfügt Potsdam sogar über einen weiteren Weihnachtsmarkt.

Beide Märkte sollte man ungedingt einmal besuchen.




Aufgenommen mit:

[Kommentare]

Weihnachtsoffensive gestartet

25.11.2017

Jedes Jahr wird man davon überrascht. Plötzlich sind sie da; die Weihnachtsmärkte und festlich geschmückten Einkaufstempel.

Die überdimensionalen Sterne im Allee-Center Magdeburg hängen bereits.



In der grünen Zitadelle, dem Hundertwasserhaus in Magdeburg, tranken wir heute den ersten Glühwein dieser Weihnachtssaison.



Dieses im Innenhof projizierte Märchen darf natürlich auch nicht fehlen (Drei Haselnüsse für Aschenbrödel).


Aufgenommen mit:

[Kommentare]

Pentax MX-1

17.11.2017

Größer ist nicht immer besser. Zumindest bei Kameras bleibt in letzter Zeit immer häufiger "das große Besteck" daheim liegen, während die Kompakten den Weg in die Jackentasche finden. Von einigen schweren und sperrigen Geräten habe ich mich mangels Einsatz bereits verabschiedet und diese verkauft.

Smartphones machen als ständiger Begleiter gute Fotos. Trotzdem möchte ich zum aktuellen Zeitpunkt nicht auf die Vorteile eines optischen Zooms und dem Gefühl eines "echten Fotografierens" verzichten.

Die analoge Pentax MX hatte ich als die hübscheste klassische Spiegelreflexkamera bezeichnet. Seit dem Doppelbelichtungsprojekt ist noch kein neuer Film in der Kamera gewesen. Trotzdem haben mich die beiden Pentax-Kameras (MX und ProgramA) überzeugt. Dass Pentax die 1976er MX im Jahre 2013 mit der MX-1 digital aufleben ließ, war wir bekannt. Zwischenzeitlich ist diese nicht mehr als Neugerät verfügbar und nur noch selten in gutem Zustand auf dem Gebrauchtmarkt zu finden.

Meinem Bestreben, den eigenen Kamerapark etwas auszudünnen, kam nun ein solches Angebot zuwider. Seit einigen Tagen laufe ich mit einer schwarzen MX-1 (in der Jackentasche) herum.


Die Pentax MX-1 wird häufig als Edelkompakte bezeichnet. Form, Gewicht und Verarbeitung bestätigen dies; obwohl ich selbst die Bezeichnung "kompakt" relativieren möchte. Zwar passt die Kamera noch immer in die Jackentasche oder kann unauffällig in der retromäßig passenden Ledertasche an der Schulter baumeln; in die Hosentasche kann man sie jedoch nicht mehr stecken. Dort gehört meines Erachtens aber auch keine Kamera hinein.

Klein ist der Sensor. Dieser ist 1/1.7 Zoll groß und besitzt 12 Megapixel. Im Zusammenspiel mit dem sehr lichtstarken Objektiv (28-112mm 1.8-2.5) soll dieser auch in dunkler Umgebung noch ansprechende Bilder produzieren.

An einem sonnigen Vormittag und einer Abendveranstaltung konnte ich die Pentax MX-1 ausprobieren.












Ich finde, die Bilder der kleinen Pentax können sich sehen lassen. Natürlich leisten aktuelle Vollformat-Sensoren wesentlich mehr. Aber nicht immer benötigt man benötige ich diese Qualität.

Technische Details zur Kamera erspare ich mir. Diese kann man hier nachlesen.

Aufgenommen mit:

[Kommentare]

#2Fotos1Bild

06.11.2017

Es gab fotografisch relevante Momente, an die ich mich lange erinnern werde. Zu gern wäre ich auch bei dem Dialog zwischen der Fotoverkäuferin und Hartmut Gräfenhahn anwesend gewesen:

Verkäuferin: "Es tut mir leid, beide Filme sind verdorben! Beide Filme sind doppelt belichtet worden und es ist kein einziges brauchbares Bild drauf."
Hartmut Grafenhahn: " Toll, genauso sollte es sein!"


Hartmut stellte mir das Projekt in einer Phase vor, in der ich mich vorsichtig der analogen Fotografie näherte. 20 Jahre lang hatte ich von analogen Filmen die Finger gelassen. Aber man wird älter und erinnert sich gern an die eigenen unbekümmerten Fotoanfänge. Ich wollte es einfach wieder analog probieren.

Die Doppelbelichtung kam als neue Herausforderung sehr recht. Half sie doch, auch bei diesen speziellen Aspekten, mehr über die analoge Fotografie wiederzuentdecken.

Der digitale Testlauf, ich hatte darüber berichtet, verlief vielversprechend. Nach zwei Filmen und 72 Aufnahmen (hinzugezählt werden müssen noch die Auslösungen von Hartmut) wartete ich gespannt auf das Ergebnis.

Dieses war dann doch ... ... überraschend anders als erwartet.

Die analogen Fotos unterscheiden sich deutlich vom digitalen Testlauf.

Waren auf der digitalen Mischung meist beide Motive zu erkennen, dominiert auf dem analogen Material meist das Bild eines Fotografen. Dies, obwohl die Digitalfotos nicht einfach überlagert, sondern additiv vereint wurden. Dies sollte in der Theorie auch dem analogen Material entsprechen. Die Praxis sah aber anders aus. Das "Abenteuer Film" sorgte auch hier für Überraschungen.

Auf vielen Bildern bleibt die zusätzliche Belichtung als solche auf den ersten Blick verborgen. Zusätzliche Motive und Strukturen verwirren den Blick.

Ich habe auf dem Bildmaterial mit verschiedenen Bearbeitungsmethoden experimentiert. Die Farben des FujiColor-Films sind brilliant; einigen Fotografen bereits zu gesättigt. Ich mag diese kräftigen Farben. Doch erst bei der Wandlung in schwarz/weiß und Steigerung des Kontrastes bekamen die Bilder in meinen Augen die richtige Balance zwischen konkurrierenden Motiven und einer gemeinsamen Harmonie.

Eine weitere Besonderheit unserer Doppelbelichtung ist der Versatz der Bilder. Der Versatz entstand, da die Filme jeweils neu in die zweite Kamera eingelegt wurden. Das Rückspulen eines belichteten Films ist im Übrigen sehr spannend, wenn man ihn nicht versehentlich komplett in die Dose zurückziehen darf. Der Film sollte schließlich ein zweites Mal eingesetzt und zum Einsatz kommen.
Der Einsatz einer Panorama-Kamera in Berlin sorgte für weiteres "Format-Chaos"; mehr Zufall geht kaum. Aus diesem Grund sind im Gegensatz zu den Digitalbildern selten zwei Aufnahmen überein. Dieses Element zwang mich, meinen Bildausschnitt zu überdenken. Ich entschied mich für eine quadratische Form.

Meine Belichtungen entstanden mit einer Pentax MX und einer Pentax ProgramA. Auf beiden Kameras kamen Objektive mit 28 und 50 mm Brennweite zum Einsatz.

Ich bin Hartmut Gräfenhahn, dem engagierten Fotografen aus Berlin und Initiator dieses Projekts, für diese Erfahrungen sehr dankbar. Und da Erfahrung bekanntlich klug macht, würden wir bei einer Fortsetzung wahrscheinlich einige Sachen anders machen. Hier berichtet er auf seiner Seite über das Projekt.

Mich interessiert sehr, wie diese Bilder auf andere Betrachter wirken. Über einen Kommentar auf den Blogs der Mitwirkenden würde ich mich sehr freuen.

Ein Kommentar von Hartmut Gräfenhahn:

Fotoprojekte, und vor allem die, die zusammen mit anderen Fotografen gemacht werden, faszinieren mich. Man ist - im positiven Sinne gesehen - gezwungen, eigene eingetretende (fotografische) Pfade zu verlassen und lernt neue Wege und Sichtweisen kennen. So auch nun bei dem Doppelbelichtungsprojekt mit Mario. Ich war auf die Ideen und Reaktionen von Mario gespannt und wurde nicht enttäuscht.
Die fotografischen Ergebnisse waren überraschend, weil nicht so ganz erwartet. Auf der einen Seite gab es die "geplant ungeplanten" Bilder mit interessanten Bildkompositionen, auf der anderen Seite deutlich mehr Ausschuss als erwartet. Aber das gehört dazu. Unerwartet war für mich die zeitliche Länge des gemeinsamen Fotoprojekts. Berufliche Stressphasen, Urlaube, Familie und andere Prioritätensetzungen sorgten für eine fast fünfmonatige Projektdauer. Aber vieleicht bin ich manchmal auch zu ungeduldig.
Uns stand mit den doppelt belichteten Negativen das gleiche Ausgangsmaterial zur Verfügung. Auch hier lauerte die nächste Überraschung. Mario wählte zwar erwartungsgemäß andere Bildausschnitte, setze sie aber konsequent in Schwarz-weiß um. Mich als eingefleischten S/W-Fotografen überraschtes es dann im Nachherein, da ich selbst die Bilder intuitiv farbig umsetzte.
Was könnte in einer eventuellen zweiten Phase aus meiner Sicht anders gemacht werden? Vielleicht sollte den Zufall etwas auf die Sprünge geholfen werden und z. B. mehr grafische und inhaltlich reduzierte Motive (nach dem Motto "Weniger ist mehr") auf den Film gebannt werden. Wie Mario freue ich mich auf Kommentare und Verbesserungsvorschläge.

Fotos von ihm sind auf seiner Seite zu entdecken.

Hier eine Auswahl meiner Bilder:








[Kommentare]

Rappbodes Titan-RT

03.11.2017

Der frühe Vogel fängt bekanntlich den Wurm. Aus diesem Grund ging es heute morgen bereits früh in Richtung Rappbode-Talsperre im Harz.

Die Megazipline Harzdrenalin war uns bekannt. An diesen Seilen hingen wir bereits. Die längste Hängebrücke ihrer Art, die knapp 500 Meter lange und bis zu 100 Meter hohe Titan-RT, hatten wir aber noch nicht betreten.

Die Automaten geben die Brücke bereits ab 8:00 Uhr frei. Zu diesem Zeitpunkt war es uns aber noch zu neblig. Etwas später wagten wir uns auf das bereits leicht schwankende Bauwerk. Die Bewegungen werden zum größten Teil von den Besuchern erzeugt. So war es auch gut, dass wir uns mit genügend Eindrücken zu einem Zeitpunkt von der Brücke verabschiedeten, als der Besucherandrang spürbar zunahm.

´






Aufgenommen mit:

Ältere BeiträgeNeuere Beiträge